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Urteil
Unterschiedliche Behandlung bei der Förderung der deutschen und ausländischen Versicherten

Gericht:

BSG 7. Senat


Aktenzeichen:

7 RAr 71/79


Urteil vom:

17.07.1980


Grundlage:

  • AFG § 39 Fassung 1969-06-25 |
  • GG Art 3 Abs 1 Fassung 1949-05-23 |
  • GG Art 20 Abs 1 Fassung 1949-05-23 |
  • AFG § 46 Abs 1 Fassung 1975-12-18 |
  • AFG § 45 Fassung 1975-12-18 |
  • AFG § 41 Fassung 1975-12-18 |
  • AFG § 40 Fassung 1975-12-18 |
  • AFG § 44 Fassung 1975-12-18 |
  • AFuU § 8 Abs 1 Fassung 1976-03-23 |
  • ArblVAbk AUT Art 1 Fassung 1951-05-19 |
  • ArblVAbk AUT Art 2 Fassung 1951-05-19 |
  • GG Art 116

Leitsatz:

1. AFuU § 8 Abs 1 (Fassung: 1976-03-23) wonach Personen, die nicht Deutsche iS des GG Art 116 sind, nur gefördert werden, wenn sie in den letzten drei Jahren vor den Eintritt in die Maßnahme mindestens zwei Jahre im Geltungsbereich des AFG erlaubt tätig waren, ist durch die Ermächtigung des AFG § 39 gedeckt.

Orientierungssatz:

ArblVAbk AUT und Förderung der beruflichen Bildung - Verfassungsmäßigkeit des AFuU § 8 Abs 1 - unterschiedliche Behandlung von deutschen und ausländischen Versicherten:

1. Die Anwendung des AFuU § 8 Abs 1 (Fassung: 1976-03-23) entfällt nicht aufgrund der Gleichstellungsklausel in ArblVAbk AUT Art 2. Dieses Abkommen erfaßt nicht die Förderung der beruflichen Bildung.

2. AFuU § 8 Abs 1 (Fassung: 1976-03-23) verstößt nicht gegen GG Art 3 Abs 1 und gegen das Sozialstaatsgebot.

3. Eine unterschiedliche Behandlung von ausländischen und deutschen Versicherten ist durchaus zulässig, wenn hinreichende Gründe für eine entsprechende Regelung sprechen (vgl BVerfG vom 1979-03-20 1 BvR 283/78 = BVerfGE 51, 28).

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE014101006


Informationsstand: 01.01.1990