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Urteil
Zur Zulässigkeit eines Kostenbeitrags durch Kürzung des Werkstatt-Lohns, zur faktischen Erhebung von Kostenbeiträgen

Gericht:

OVG Lüneburg 4. Senat


Aktenzeichen:

4 L 5766/92


Urteil vom:

26.01.1994


Grundlage:

  • BSHG § 43 Abs 1 |
  • BSHG § 84 |
  • BSHG § 85 Nr 3 S 2 |
  • SGB 10 § 33 Abs 2 S 1

Orientierungssatz:

1. Nehmen beide Beteiligten eines Verwaltungsverfahrens übereinstimmend an, es existiere ein bestimmter Verwaltungsakt, darf das Verwaltungsgericht dessen Existenz im Klageverfahren nicht mehr aufgrund vermeintlicher objektiver Umstände leugnen. (Hier: Verwaltungsakt, der im Sinne von SGB 10 § 33 Abs 2 S 1 "in anderer Weise" erlassen worden ist; tatsächliche Einziehung eines Kostenbeitrags auf Weisung des örtlichen Kostenträgers; vom Werkstattlohn wird ein Teilbetrag einbehalten.)

2. Im übrigen Einzelfall der begründeten Heranziehung zu einem Kostenbeitrag wegen vollstationärer Betreuung, wobei der Kostenbeitrag vom Werkstattlohn einbehalten wurde.

Fundstelle:

RdLH 1996, Nr 1, 28-29 (T)

Rechtszug:

vorgehend VG Stade XX XX RdLH 1995, Nr 3, 21
nachgehend BVerwG 1995-04-07 5 B 36/94 FEVS &, 46, 8

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE004029600


Informationsstand: 31.10.1996