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Dokumentart(en): Zeitschriftenbeitrag
Titel der Veröffentlichung: Der Anspruch auf Arbeitsassistenz im Spannungsfeld zu den zur Verfügung stehenden Mitteln der Ausgleichsabgabe

Bibliographische Angaben

Autor/in:

Jäger-Kuhlmann, Eva

Herausgeber/in:

k. A.

Quelle:

Behindertenrecht, 2020, 59. Jahrgang (Heft 4), Seite 92-95, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888

Jahr:

2020

Der Text ist von:
Jäger-Kuhlmann, Eva

Der Text steht in der Zeitschrift:
Behindertenrecht, 59. Jahrgang (Heft 4), Seite 92-95

Den Text gibt es seit:
2020

Inhaltliche Angaben

Abstract:

Das steht in dem Text:

Eine Behinderung darf kein Grund sein, vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu sein. Liegen behinderungsbedingte Schwierigkeiten am Arbeitsplatz vor, so muss es Ziel aller Beteiligter sein, diese Schwierigkeiten zu überwinden. Die begleitenden Hilfen im Arbeitsleben, die in § 185 Absatz 2 Satz 2 SGB IX zu den gesetzlichen Kernaufgaben der Integrationsämter gehören, tragen maßgeblich dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen.

Sie sollen nach dem Willen des Gesetzgebers dahin wirken, dass die schwerbehinderten Menschen in ihrer sozialen Stellung nicht absinken, auf Arbeitsplätzen beschäftigt werden, auf denen sie ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten voll verwerten und weiterentwickeln können sowie befähigt werden, sich im Arbeitsleben neben nicht behinderten Menschen zu behaupten.

Die umfassende berufliche Integration von schwerbehinderten Menschen in das Arbeitsleben und die Bewältigung der Arbeitsanforderungen erfordern im Einzelfall auch eine notwendige Unterstützung der schwerbehinderten Arbeitnehmer:innen am Arbeitsplatz.

In § 185 Absatz 5 SGB IX hat der Gesetzgeber deshalb den schwerbehinderten Menschen einen Anspruch auf Übernahme der Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz zugesprochen. Während die übrigen in § 185 Absatz 3 SGB IX genannten Leistungen der begleitenden Hilfe, die an Arbeitgeber:innen und an schwerbehindene Arbeitnehmer:innen erbracht werden können, im Ermessen des Integrationsamtes stehen, ist dies bei der Arbeitsassistenz nicht der Fall.

Bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen hat der schwerbehinderte Mensch einen Anspruch gegen das zuständige Integrationsamt auf die notwendige Arbeitsassistenzleistung. Mit dem zum 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Angehörigenentlastungsgesetz wurde § 185 Abs. 5 SGB IX zudem dahingehend ergänzt, dass der Anspruch auf Arbeitsassistenz sich auf Übernahme der vollen Kosten richtet, die für eine als notwendig festgestellte Arbeitsassistenz entstehen. Im Folgenden sollen ein Überblick über die gesetzlichen Voraussetzungen der Arbeitsassistenz gewählt und außerdem die Auswirkungen der jüngsten Gesetzesänderung für die Integrationsämter dargestellt werden.

Wo bekommen Sie den Text?

br - Behinderung und Recht; Fachzeitschrift für Inklusion, Teilhabe und Rehabilitation
(vormals: Behindertenrecht - br; Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation)
https://www.boorberg.de/3413888

Weitere Informationen zur Veröffentlichung

br - Behinderung und Recht; Fachzeitschrift für Inklusion, Teilhabe und Rehabilitation
(vormals: Behindertenrecht - br; Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation)
https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.

Referenznummer:

R/ZS0059/0335

Informationsstand: 29.12.2020