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Urteil
Verfahrensmangel - unzureichende Sachaufklärung - vorweggenommene Beweiswürdigung - besonderes berufliches Betroffensein

Gericht:

BSG 9a. Senat


Aktenzeichen:

9a/9 RV 31/81


Urteil vom:

16.03.1982


Grundlage:

  • BVG § 30 Abs 2 |
  • SGG § 103

Orientierungssatz:

Verfahrensmangel - unzureichende Sachaufklärung - vorweggenommene Beweiswürdigung - besonderes berufliches Betroffensein:
1. Das LSG hat § 103 SGG verletzt, indem es ohne die beantragte gutachterliche Anhörung eines Psychologen entschieden hat, die anerkannten Schädigungsfolgen seien weder für den verhinderten Aufstieg noch für das Erfordernis außergewöhnlicher Energie und Tatkraft während der Berufsausübung und auch nicht für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Berufsleben verantwortlich gewesen. In der Feststellung des LSG, ein Psychologe könne zur Abklärung der beruflichen Beeinträchtigung selbst dann nichts beitragen, wenn der medizinische Zusammenhang objektiviert werden könnte; denn ihm fehle die Kompetenz, über das weitere Kausalglied, nämlich über den Zusammenhang zwischen Schädigungsfolgen und Berufsbehinderung, zu befinden, liegt eine vorweggenommene Beweiswürdigung.

Rechtszug:

vorgehend SG Reutlingen 1977-02-25 S 3 V 508/76
vorgehend LSG Stuttgart 1980-06-10 L 12 V 809/77

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE014511119


Informationsstand: 01.01.1990