Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Inhalt

Urteil
Auch Schwerbehinderte müssen betriebsbedingte Versetzung akzeptieren

Gericht:

ArbG Frankfurt


Aktenzeichen:

22/5/4 Ca 1997/04


Urteil vom:

08.02.2005


Auch schwerbehinderte ältere Arbeitnehmer müssen betriebsbedingte Versetzungen in eine andere Stadt akzeptieren, wenn sie nicht ihren Arbeitsplatz verlieren wollen. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

Nachdem Sitz und Geschäftsstelle eines mit öffentlichen Geldern getragenen Vereins von Frankfurt nach Berlin verlegt worden waren, erhielten die 110 Beschäftigten Änderungskündigungen, mit denen sie nach Berlin versetzt wurden. Eine schwerbehinderte Arbeitnehmerin akzeptierte die Versetzung nicht. Wegen ihrer gesundheitlichen Beschwerden und ihres Alters sei ihr ein Umzug nicht zuzumuten, argumentierte sie.

Dem folgten die Richter nicht. Auch Schwerbehinderte müssten eine Versetzung hinnehmen, wenn es aus betriebsbedingten Gründen keine Alternative für sie gibt. Eine weitreichende Versetzung sei immer noch milder für den betroffenen Arbeitnehmer als eine Entlassung und die damit verbundene Arbeitslosigkeit.

Nachdem die Frau die Versetzung abgelehnt hatte, erklärte das Gericht ihr Arbeitsverhältnis für beendet.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

Deutsche Behinderten-Zeitschrift 01/2009

Referenznummer:

R/R5057


Informationsstand: 23.04.2009