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Urteil
Hilfe zur Pflege - Berücksichtigung von Landespflegegeld - Einsatz des Einkommens

Gericht:

OVG Bremen


Aktenzeichen:

2 BA 2/88


Urteil vom:

16.05.1988


Grundlage:

  • BSHG § 77 Abs 1 Fassung 1983-05-24 |
  • BSHG § 69 Abs 2 S 3 Fassung 1983-05-24 |
  • BSHG § 69 Abs 3 S 3 Fassung 1983-05-24 |
  • BSHG § 84 Abs 1 Fassung 1983-05-24 |
  • BSHG § 85 Nr 1 Fassung 1983-05-24 |
  • PflGG BR § 1 Abs 1 S 1

Leitsatz:

1. Nach dem Bremischen Landespflegegeldgesetz (PflGG BR) gewährtes Pflegegeld ist bei der Leistung von Hauspflegehilfe nach § 69 Abs 2 S 3 BSHG als Einkommen zu berücksichtigen.

2. Es kann auch berücksichtigt werden, soweit die Einkommensgrenze des § 81 Abs 1 Nr 5 BSHG unterschritten wird.

3. In welchem Umfang die Anrechnung des über der Einkommensgrenze nach § 81 Abs 1 Nr 5 BSHG liegenden Einkommens angemessen ist, ist durch eine Ermessensentscheidung der Sozialbehörde zu entscheiden (Fortführung der Rspr).

4. Das Pflegegeld nach dem BremLPflGG (PflGG BR) ist eine "gleichartige Leistung" im Sinne des § 69 Abs 3 S 3 BSHG. Der Hilfebedürftige "erhält" sie nicht, soweit sie ihm auf einen anderen sozialhilferechtlichen Bedarf - hier nach § 69 Abs 2 S 3 BSHG - als Einkommen angerechnet wird.

Rechtszug:

vorgehend VG Bremen 1987-12-03 3 A 3/86

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE111448820


Informationsstand: 01.01.1990