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Urteil
Zum Ersatz von unfallbedingten Umschulungskosten

Gericht:

OLG Karlsruhe 10. Zivilsenat


Aktenzeichen:

10 U 24/88


Urteil vom:

25.03.1988


Grundlage:

  • AFG § 127 |
  • SGB 10 § 116

Orientierungssatz:

1. Das Interesse, das die Rehabilitationsgesetzgebung dem Behinderten an der Verwirklichung seiner Persönlichkeit im Berufs- und Erwerbsleben zuerkennt, wiegt für den zivilrechtlichen Schadensausgleich nicht geringer (so auch BGH, 1982-05-04, VI ZR 175/80, NJW 1982, 1638).

2. Muß ein Geschädigter infolge eines Verkehrsunfalls seine bisherige Berufsausbildung aufgeben (hier: Aufgabe der Krankenschwesterausbildung nach unfallbedingter Unterschenkelamputation), so spielt die berufliche Neigung des Verletzten bei der Wahl der vom Schädiger zu zahlenden Ausbildung selbst dann eine gewichtige Rolle, wenn er sie in seiner verlorenen Ausbildung noch nicht hat verwirklichen können.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KORE534638810


Informationsstand: 01.01.1990