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Urteil
Sozialhilfe - zur Eingliederungshilfe bei seelischer Behinderung - Dyskalkulie

Gericht:

VG Gelsenkirchen 2. Kammer


Aktenzeichen:

2 K 6929/92


Urteil vom:

12.10.1995


Grundlage:

  • BSHG § 39 Abs 3 |
  • BSHG § 39 Abs 1 S 1 |
  • BSHG § 40 Abs 1 Nr 3 |
  • BSHG§47V § 12 Nr 2 |
  • BSHG § 39 Abs 2 S 1 |
  • BSHG§47V § 3

Leitsatz:

1. Eine Dyskalkulie kann wie die Legasthenie zu einer wesentlichen seelischen Behinderung führen.

Orientierungssatz:

1. Wie bei der Lese-Rechtschreib-Schwäche muß davon ausgegangen werden, daß durch die Rechenschwäche bei einem Kind seelische Störungen hervorgerufen werden können, durch die es auch zu einer (wesentlichen) seelischen Behinderung kommen kann. (Im Einzelfall: kein Ursachenzusammenhang feststellbar, so daß die begehrte Therapie nicht die geeignete und erforderliche Maßnahme zur Beseitigung oder Milderung einer bereits eingetretenen Behinderung war.)

Fundstelle:

NWVBl 1996, 272-274 (LT)

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE084899600


Informationsstand: 03.04.1997