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Urteil
Begrenzung der Kosten für einen Blindenführhund auf das Maß des Notwendigen

Gericht:

SG München 18. Kammer


Aktenzeichen:

S 18/Kr 233/87


Urteil vom:

13.06.1988


Grundlage:

  • RVO § 182 Abs 1 Nr 1 Buchst c Fassung 1974-08-07 |
  • RVO § 182 Abs 2 Fassung 1930-07-26 |
  • RVO § 182b S 1 Fassung 1981-12-22 |
  • RVO § 182b S 3 Fassung 1981-12-22

Orientierungssatz:

Begrenzung der Kosten für einen Blindenführhund auf das Maß des Notwendigen:

1. Die "Ausstattung" mit einem Blindenführhund als einem Hilfsmittel der "Krankenpflege" (§§ 182 Abs 1 Nr 1 Buchst c, 182b S 1 RVO) beschränkt sich auf ein den Grundbedürfnissen entsprechendes Tier durchschnittlicher Qualität, zum marktüblichen Preis.

2. Die weitere Beschränkung des Leistungsanspruchs ergibt sich aus dem die gesetzliche Krankenversicherung allgemein beherrschenden Notwendigkeitsgrundsatz, wonach die Sachleistungen der "Krankenhilfe" "ausreichend und zweckmäßig" sein müssen, "jedoch das Maß des Notwendigen nicht überschreiten" dürfen.

Fundstelle:

ErsK 1990, 37-38 (OT1-2)

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE032393418


Informationsstand: 01.03.1993