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Urteil
Zum besonderen Härtefall gem BSHG § 26 S 2 - Schulbesuch eines Drogengefährdeten - keine Nebenbeschäftigung möglich

Gericht:

VG Hamburg 8. Kammer


Aktenzeichen:

8 VG 79/93


Urteil vom:

29.01.1993


Grundlage:

  • BSHG § 39 Abs 1 S 1 |
  • BSHG § 26 S 1 |
  • BSHG § 26 S 2

Orientierungssatz:

1. Zum Vorliegen eines besonderen Härtefalles im Sinne des BSHG § 26 S 2. Es ist weder Ziel des BAföG noch Ziel des Anspruchsausschlusses des BSHG § 26 S 1, andere durch das BSHG verfolgte Ziele zu vereiteln. (Hier: Einzelfall; der Entzug der Hilfe zum Lebensunterhalt würde zum zwangsläufigen Abbruch der Ausbildung des Auszubildenden führen, der nicht in der Lage ist, seinen Lebensunterhalt durch ergänzende Erwerbstätigkeit zu bestreiten; ein Abbruch der Ausbildung würde angesichts der labilen Situation zu einem Rückfall in die Drogenabhängigkeit führen, weshalb dann der vorhergehende Einsatz öffentlicher Mittel vertan wäre; besondere Härte bejaht.)

Fundstelle info also 1994, 38-40 (ST)

Rechtszug:

nachgehend OVG Hamburg 1993-09-08 Bs IV 35/93

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE004289400


Informationsstand: 13.09.1994