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Urteil
Gegenstandswert im Kündigungszustimmungsstreit des Schwerbehinderten vor den Verwaltungsgerichten

Gericht:

BVerwG 5. Senat


Aktenzeichen:

5 B 7/88


Urteil vom:

20.04.1988


Grundlage:

  • GKG § 13 Abs 1 S 2 |
  • GKG § 13 Abs 1 S 1 |
  • ArbGG § 12 Abs 7 S 1

Orientierungssatz:

1. Streitigkeiten über die in Form eines Verwaltungsakts ergehende Zustimmung der Hauptfürsorgestelle zur Kündigung eines Schwerbehinderten bewertet der Senat in ständiger Rechtsprechung in Anwendung des § 13 Abs. 1 Satz 2 GKG mit 4.000 DM und seit der Neufassung des § 13 Abs. 1 Satz 2 GKG durch das Gesetz zur Änderung von Kostengesetzen vom 9. Dezember 1986 (BGBl. I S. 2326) mit 6.000 DM.

2. Der Gegenauffassung, die derartige Streitigkeiten nach § 13 Abs. 1 Satz 1 GKG in Anlehnung an den Rechtsgedanken des § 12 Abs. 7 Satz 1 ArbGG mit dem Vierteljahresbetrag des Arbeitsentgeltes bewertet ( vgl. OVG Berlin, Beschluß vom 20. Juni 1972 - VI L 9.72 - (OVGE 12, 104 f.); VGH Kassel, Beschluß vom 14. November 1985 - 9 TE 1926/84 -; OVG Hamburg, Beschluß vom 12. März 1987 - Bf I 91/84 - (ZfSH/SGB 1987, 382) sowie Albers in: Hartmann, Kostengesetze, 22. Aufl. 1 987, Anh. I zu § 13 GKG, Stichwort "Schwerbehindertenrecht"), vermag sich der Senat nicht anzuschließen.

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

WBRE310053803


Informationsstand: 01.01.1990