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Urteil
Rückforderung von Studienförderungsmittel - Ausbildungsförderungsvertrag

Gericht:

BVerwG 2. Senat


Aktenzeichen:

II C 37.74


Urteil vom:

25.10.1979


Grundlage:

  • GG Art 3 Abs 1 |
  • GG Art 12 Abs 1 |
  • GG Art 2 Abs 1 |
  • BGB § 286 |
  • BGB § 288 |
  • BGB § 291 |
  • GG Art 33 Abs 5

Leitsatz:

1. Zur Verbindlichkeit einer für den Fall vorzeitigen Ausscheidens getroffenen Vereinbarung über die Rückzahlung von Studienförderungsmitteln, die einem "Fernmeldeaspiranten" der Deutschen Bundespost und späterem Beamten gewährt worden waren (Anschluß an bisherige Rechtsprechung).

Orientierungssatz:

1. Verträge, die dem Zweck dienen, durch Finanzierung der Vorbildung den Beamtennachwuchs des gehobenen fernmeldetechnischen Dienstes der Deutschen Bundespost zu sichern, stellen öffentlich-rechtliche Verträge mit beiderseitigen Verpflichtungen dar. Darin getroffene Rückzahlungsvereinbarungen sind jedenfalls, soweit auch privat wirtschaftlich verwertbare technische Ausbildungen in Betracht kommen, sinnvoll und grundsätzlich rechtlich vertretbar.

2. Die dem Geförderten angesonnene Bindungsdauer darf ohne Verstoß gegen GG Art 12 Abs 1 mindestens die Dauer der vorangegangenen Studienzeit und Ausbildungszeit erreichen. (Vergleiche BVerwG, 1968-06-27, II C 70.67, BVerwGE 30, 65; BVerwG, 1969-05-08, II C 86.67, Buchholz 232 § 30 BBG Nr 4).

Diese Entscheidung wird zitiert von:

BVerwG 1981-05-07 2 C 31/79 Anschluß

Rechtszug:

vorgehend VGH Mannheim 1974-08-16 IV 659/72
vorgehend VG Stuttgart 1972-02-25 V 286/70

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

BWRE110248000


Informationsstand: 01.01.1990