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Urteil
Zum Kostenbeitrag der Eltern bei Heimunterbringung - zur Unterbrechung der Lebensgemeinschaft infolge Inobhutnahme

Gericht:

OVG Schleswig 5. Senat


Aktenzeichen:

5 L 27/96


Urteil vom:

27.08.1997


Grundlage:

  • BSHG § 79 |
  • BSHG § 76 |
  • BSHG § 84 |
  • SGB 8 § 42 |
  • SGB 8 § 91 Abs 1 Nr 5 |
  • SGB 8 § 93 Abs 2 |
  • SGB 8 § 94 Abs 1

Leitsatz:

1. Ein Minderjähriger lebt mit seinen Eltern zusammen, wenn zwischen den Eltern und dem Minderjährigen eine Lebensgemeinschaft besteht. Eine vorübergehende Unterbrechung der Lebensgemeinschaft infolge der ( vorübergehenden) Inobhutnahme gemäß § 42 SGB VIII stellt ihren Fortbestand nicht in Frage (im Anschluß an BVerwG, Urt v 12.1.1984 - 5 C 107.83 - FEVS 33 S. 309).

2. § 94 Abs 1 SGB VIII stellt klar, daß für die Heranziehung der Eltern zu einem Kostenbeitrag nur die nachfolgenden besonderen Vorschriften gelten, wenn Hilfe zur Erziehung (§ 91 Abs 1 Nr 5 SGB VIII) oder Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche (§ 91 Abs 1 Nr 5 SGB VIII) gewährt wird. Eine Kontrollberechnung nach den in § 93 Abs 2 SGB VIII in Bezug genommenen Vorschriften des BSHG über das einzusetzende Einkommen ist nicht vorzunehmen.

Fundstelle:

SchlHA 1997, 286-287 (Leitsatz und Gründe)

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE000219800


Informationsstand: 05.10.1998