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Urteil
Verfassungswidrigkeit der Ausschließung einer praktischen Tätigkeit als Masseur und medizinischer Bademeister von der Förderung der beruflichen Bildung

Gericht:

BVerfG 1. Senat


Aktenzeichen:

1 BvL 39/80


Urteil vom:

19.10.1982


Grundlage:

  • AFG § 34 Abs 2 S 2 Fassung 1975-12-18 |
  • GG Art 3 Abs 1 |
  • MBKG § 11 Fassung 1958-12-21 |
  • MBKG § 2 Abs 2 Fassung 1958-12-21

Leitsatz:

(Zu der Frage, ob es verfassungswidrig ist, wenn der Gesetzgeber die Zeit der praktischen Tätigkeit, die zur staatlichen Anerkennung des Berufs eines Masseurs und medizinischen Bademeisters erforderlich ist, von der nach dem AFG möglichen Förderung der beruflichen Bildung ausschließt)

1. Es ist mit GG Art 3 Abs 1 vereinbar, bei der Förderung von Bildungsmaßnahmen nach dem Arbeitsförderungsgesetz die Zahlung von Unterhaltsgeld auf den theoretisch geprägten Teil der Ausbildung zu beschränken.

Orientierungssatz:

(Zur Verfassungsmäßigkeit von AFG § 34 Abs 2 S 2)

1. AFG § 34 Abs 2 S 2 in der Fassung des Art 1 § 1 Nr 1 des Gesetzes zur Verbesserung der Haushaltsstruktur im Geltungsbereich des Arbeitsförderungsgesetzes und des Bundesversorgungsgesetzes (HStruktGAFG) 1975-12-18 ( Bundesgesetzblatt I S 3113) ist insoweit mit dem Grundsatz vereinbar, als hiernach die gemäß § 2 Abs 2 in Verbindung mit § 11 des Gesetzes über die Ausübung der Berufe des Masseurs, des Masseurs und medizinischen Bademeisters und des Krankengymnasten vom 1958-12-21 (Bundesgesetzblatt I S 985) vorgeschriebene praktische Tätigkeit von 1 1/2 Jahren nicht Bestandteil einer nach dem Arbeitsförderungsgesetz zu fördernden Bildungsmaßnahme ist.

Diese Entscheidung hat Gesetzeskraft.

Diese Entscheidung wird zitiert von:

BFH 1984-02-02 VII R 72/79 Vergleiche
BFH 1986-10-21 VIII R 1/85 Vergleiche
BVerfG 1987-07-01 1 BvL 21/82 Fortführung
BVerfG 1988-04-26 1 BvL 84/86 Vergleiche
BFH 1990-07-25 X R 137/88 Vergleiche
BFH 1991-03-15 III R 97/89 Vergleiche
AuB 1983, 60, Hoppe, Werner (Anmerkung)

Rechtszug:

vorgehend BSG 1980-07-17 7 RAv 78/79

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

BVRE100998209


Informationsstand: 01.01.1990