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Urteil
Ausbildungszuschuß - Widerruf von Zuwendungsbescheiden, zum Umfang der Begründung der Widerrufsverfügung

Gericht:

VGH Mannheim 10. Senat


Aktenzeichen:

10 S 1346/82


Urteil vom:

01.02.1983


Grundlage:

  • HG BW 1981/82 § 12 Abs 1 S 1 |
  • HG BW 1981/82 § 12 Abs 1 S 2 |
  • HO BW § 44a Fassung 1982-06-07 |
  • HO BW § 7 Abs 1 |
  • VwVfG BW § 39 Abs 2 Nr 2 |
  • VwVfG BW § 49 Abs 2

Leitsatz:

1. Zum Widerruf von Zuwendungsbescheiden gemäß HG BW 1981/1982 § 12 (jetzt HO BW § 44a idF des Gesetzes vom 1982-06-07, GBl S 150).

2. Sind die gesetzlichen Voraussetzungen für den Widerruf eines Zuwendungsbescheids erfüllt, so liegt auf der Hand, daß für den Widerruf das haushaltsrechtliche Gebot der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit (HO BW § 7 Abs 1) den Ausschlag gab. VwVfG BW § 39 Abs 2 Nr 2 entbindet in diesem Falle von der Pflicht, dies in der Begründung der Widerrufsverfügung ausdrücklich klarzustellen.

3. Auf Umstände, die gegen den Widerruf sprechen können, braucht nur eingegangen zu werden, wenn sie naheliegen oder wenn der Betroffene auf sie hingewiesen hat. VwVfG BW § 40 verlangt nicht, jede zwar denkbare, jedoch ersichtlich unwahrscheinliche Möglichkeit, auf die sich der Betroffene nicht berufen hat, in die Ermessensentscheidung über den Widerruf von Zuwendungsbescheiden miteinzubeziehen.

Diese Entscheidung wird zitiert von:

VGH Mannheim 1985-03-12 10 S 1891/82 Anschluß
JA 1985, 112-114, XX (Entscheidungsbesprechung)

Rechtszug:

vorgehend VG Freiburg (Breisgau) 1982-04-28 1 K 204/81

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE102528315


Informationsstand: 01.01.1990