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Urteil
Ermittlung des Übergangsgeldes - Verfassungsmäßigkeit der unterschiedlichen Regelung bei Selbständigen und Unselbständigen

Gericht:

BSG 9. Senat


Aktenzeichen:

9 RV 20/80


Urteil vom:

28.01.1981


Grundlage:

  • GG Art 3 Abs 1 Fassung 1949-05-23 |
  • BVG § 16 Fassung 1974-08-07 |
  • BVG § 16a Abs 1 S 1 Fassung 1974-08-07 |
  • BVG § 16b Abs 1 S 1 Fassung 1974-08-07 |
  • EStG § 10 Abs 1 Nr 2 Buchst a |
  • EStG § 18 Abs 1 Nr 1 |
  • EStG § 2 Abs 2 Nr 2 |
  • EStG § 4 Abs 4

Leitsatz:

1. Die Begrenzung des Übergangsgeldes für Selbständige nach § 16b Abs 1 S 1 BVG iVm § 16a Abs 1 S 1 BVG bedeutet, daß im vergleichbaren Umfang das Übergangsgeld bei Selbständigen ebenso zu kürzen ist, wie bei unselbständig Tätigen (ua Abzug der Einkommen- und Kirchensteuer sowie der Sozialversicherungsbeiträge vom Einkommen).

Orientierungssatz:

Ermittlung des Übergangsgeldes - Verfassungsmäßigkeit der unterschiedlichen Regelung bei Selbständigen und Unselbständigen:

1. Die unterschiedliche Regelung zur Ermittlung des Übergangsgeldes bei Selbständigen (steuerliche Einkommensfeststellung) und Unselbständigen (Lohnzahlungsprinzip) verstößt nicht gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz (Art 3 Abs 1 GG).

Sonstiger Orientierungssatz:

1. Die Gewährung von Übergangsgeld nach § 16 ff BVG setzt eine Einkommenseinbuße voraus (Lohnersatzfunktion).

Rechtsweg:

SG Reutlingen, Urteil vo 13.12.1978 - S 10 V 713/78
LSG Stuttgart, Urteil vom 24.03.1980 - L 11 V 369/79

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

KSRE013831019


Informationsstand: 01.01.1990