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Urteil
Rücknahme eines Sozialhilfebescheides - hier: zur Falschangabe bei Antragstellung

Gericht:

VG Magdeburg 4. Kammer


Aktenzeichen:

4 A 2681/92


Urteil vom:

16.05.1994


Grundlage:

  • SGB 10 § 50 |
  • SGB 10 § 45 Abs 2 S 3 Nr 2 |
  • SGB 10 § 45 Abs 1 |
  • BSHG § 69 Abs 4 S 2 |
  • BSHG § 24 Abs 2 |
  • BSHG § 69 Abs 3 S 3 |
  • BSHG § 69 Abs 3 S 4

Orientierungssatz:

1. Beinhaltet der vom Sozialhilfeempfänger ausgefüllte Sozialhilfeantrag (hier: erhöhtes Pflegegeld, BSHG § 69 Abs 4 S 2) keine spezielle Frage nach der Pflegegeldleistung der gesetzlichen Krankenkasse, so handelt es sich um ein Versäumnis des Sozialhilfeträgers bezüglich der Anfertigung bzw Verwendung der amtlichen Vordrucke, welches nicht dem Sozialhilfeempfänger anzulasten ist.

2. Aufgrund der Erfahrungen des Sozialhilfeträgers und der für ihn bestehenden Offensichtlichkeit der Problematik der teilweisen Gleichartigkeit der Leistungen (BSHG § 69 Abs 3 S 3 und S 4) hätte er in den Vordrucken - zumindest bei Antragstellung der nach BSHG §§ 24 Abs 2, 69 Abs 4 S 2 schwerpflegebedürftigen Personen - eine eindeutige Fragestellung nach der Pflegegeldleistung der gesetzlichen Krankenkasse aufnehmen müssen (im Einzelfall: grob fahrlässige Falschangabe verneint).

Fundstelle:

ZfF 1995, 107-109 (ST)

Rechtsweg:

Es liegen keine Informationen zum Rechtsweg vor.

Quelle:

JURIS-GmbH

Referenznummer:

MWRE004709500


Informationsstand: 21.05.1996