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Angaben zum Urteil

Genehmigungsfiktion gem. § 13 Abs. 3a SGB V bei medizinischen Hilfsmittel - Anspruch auf Versorgung mit einem Elektrorollstuhl

Gericht:

LSG München


Aktenzeichen:

L 5 KR 471/15


Urteil vom:

03.02.2017


Grundlage:

SGB V § 13 Abs. 3a / SGB V § 33 / SGB X § 45 / SGG § 96 Abs. 1



Leitsätze:

1. I. Der Eintritt der Genehmigungsfiktion gem. § 13 Abs. 3a S. 6 SGB V führt nicht nur zu einem Kostenerstattungsanspruch für eine selbstbeschaffte Leistung, sondern begründet auch einen Sachleistungsanspruch zu Gunsten des Berechtigten.

2. II. Der Ausnahmetatbestand des § 13 Abs. 3a S. 9 SGB V (Leistungen der medizinischen Rehabilitation) ist eng auszulegen und erfasst Hilfsmittel im Sinne des § 33 SGB V in der Regel nicht.

3. III. Der Sinn und Zweck des § 96 Abs. 1 SGG verlangt eine Einbeziehung des die Fiktion zurücknehmenden Bescheides in das Verfahren über die Kostenerstattung bzw. den Sachleistungsanspruch.

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

SG Nürnberg, Urteil vom 24.09.2015 - S 7 KR 345/15
BSG - B 3 KR 12/17 R (anhängig)



Quelle:

BAYERN.RECHT


Referenznummer:

R/R7432


Weitere Informationen

Themen:
  • Elektrorollstühle, Scooter /
  • Genehmigungsfiktion /
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmittel für die Mobilität /
  • Sachleistungsprinzip

Schlagworte:
  • Elektrorollstuhl /
  • Genehmigungsfiktion /
  • gesetzliche Krankenversicherung /
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmittelversorgung /
  • Kostenübernahme /
  • Krankenversicherung /
  • Leistungspflicht /
  • mittelbarer Behinderungsausgleich /
  • Mobilität /
  • Sachleistung /
  • Sachleistungsanspruch /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • Urteil


Informationsstand: 07.08.2017

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