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Angaben zum Urteil

Entschädigungsanspruch nach § 15 Abs. 2 AGG wegen unterlassener Durchführung des Präventionsverfahrens nach § 84 Abs. 1 SGB IX vor Ausspruch einer Kündigung innerhalb der Wartezeit

Gericht:

LAG Baden-Württemberg 1. Kammer


Aktenzeichen:

1 Sa 23/13


Urteil vom:

21.03.2014



Leitsätze:

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, vor Ausspruch einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses mit einem schwerbehinderten Beschäftigten innerhalb der Wartezeit ein Präventionsverfahren nach § 84 Abs. 1 SGB IX durchzuführen, um diskriminierungsrechtliche Ansprüche zu vermeiden. Die Unterlassung des Präventionsverfahrens hat somit nicht nur kündigungsschutzrechtlich, sondern auch diskriminierungsrechtlich keine Rechtsfolgen (im Anschluss an BAG 28.06.2007 - 6 AZR 750/06 und BAG 24.01.2008 - 6 AZR 96/07).

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

ArbG Stuttgart Urteil vom 23.10.2013 - 29 Ca 3414/13
BAG Urteil vom 21. April 2016 - 8 AZR 402/14



Quelle:

Justizportal des Landes Baden-Württemberg


Referenznummer:

R/R6182


Weitere Informationen

Themen:
  • Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) /
  • Benachteiligung / Benachteiligungsverbot /
  • Kündigung /
  • Prävention /
  • Präventionsverfahren

Schlagworte:
  • Arbeitgeberpflicht /
  • Arbeitsgerichtsbarkeit /
  • Diskriminierung /
  • Diskriminierungsverbot /
  • Entschädigung /
  • Entschädigungsanspruch /
  • Kündigung /
  • Prävention /
  • Präventionsverfahren /
  • Probezeit /
  • Urteil /
  • Wartezeit


Informationsstand: 16.05.2014