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Angaben zum Urteil

Krankenversicherung - Anspruch auf Versorgung mit Soft-Orthesen - therapeutischer Nutzen

Gericht:

LSG Hessen


Aktenzeichen:

L 8 Kr 69/07


Urteil vom:

19.06.2008



Pressemitteilung:

Die gesetzliche Krankenkasse muss zum Ausgleich einer Behinderung entsprechende Hilfsmittel gewähren. Das entschied das Landessozialgericht in Hessen in einem Urteil, gegen das keine Revision zugelassen wurde.

Recht erhielt eine 12-jährige Klägerin, die wegen einer spastischen Lähmung nicht eigenständig gehen kann. Um Stehversuche und erste Schritte zu ermöglichen, wurden dem Mädchen dynamische Soft-Orthesen verordnet. Mit der elastischen Spezialbandage soll die Körperwahrnehmung verbessert werden.

Die Kasse hatte die therapeutische Wirksamkeit bezweifelt und die Übernahme der Kosten in Höhe von rund 1100 Euro abgelehnt. Sie bot stattdessen starre Orthesen aus Carbonfasermaterial an. Die Richter wiesen aber darauf hin, dass ein therapeutischer Nutzen - über den bloßen Ausgleich der Behinderung hinaus - nicht nachgewiesen werden muss. Die Erfahrung der Ärzte reiche aus. Die Soft-Orthesen ermöglichten dem Mädchen mehr Bewegungsfreiheit und seien leichter anzuziehen. Nicht entscheidend sei, dass sie nicht im Hilfsmittelverzeichnis stünden.

(Quelle: Kobinet-Nachrichten vom 19.08.2008)

Fortsetzung/Langtext

Rechtsweg:

SG Frankfurt Urteil vom 15.01.2005 - S 25 KR 3236/03



Quelle:

Sozialgerichtsbarkeit BRD


Referenznummer:

R/R5042


Weitere Informationen

Themen:
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmitteleigenschaft /
  • Hilfsmittel für Kinder / Jugendliche

Schlagworte:
  • Behinderungsausgleich /
  • Beinbehinderung /
  • gesetzliche Krankenversicherung /
  • Grundbedürfnis /
  • Hilfsmittel /
  • Hilfsmitteleigenschaft /
  • Kind /
  • Kostenübernahme /
  • Krankenversicherung /
  • Leistungspflicht /
  • Orthese /
  • Querschnittslähmung /
  • Rechtsstellung des Hilfsmittelverzeichnisses /
  • Sozialgerichtsbarkeit /
  • therapeutischer Nutzen /
  • Urteil


Informationsstand: 22.08.2008

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