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Disability Studies Konferenz 2018 vom 19. bis 21. Oktober in Berlin (23.07.2018)

Jetzt noch anmelden – wenige Plätze vorhanden:

Die Humboldt Universität zu Berlin und die Alice Salomon Hochschule Berlin veranstalten vom 19. bis 21.10. eine Tagung zum Thema „Zwischen Emanzipation und Vereinnahmung – Disability Studies im deutschsprachigen Raum“.

Mit der Tagung möchten die Veranstalter die gesamte Bandbreite der Disability Studies aufzeigen und die Gründung eines deutschsprachigen Netzwerks anregen.

Hintergrund

Im deutschen Sprachraum etablieren sich die Disability Studies seit den 2000er Jahren als neues, innovatives Forschungsfeld. Zahlreiche Veröffentlichungen, Tagungen und Promotionsprojekte sind im Kontext der Disability Studies bereits entstanden. Darüber hinaus wurden einige Institute und Professuren eingerichtet, durch die die Disability Studies in den deutschsprachigen Ländern heute an Universitäten und Hochschulen vertreten sind.

Gleichzeitig haben sich die Forschungsfragen diversifiziert und das Themenspektrum erweitert: Innerhalb bzw. parallel zu den Disability Studies sind u.a. Cultural Disability Studies, Deaf und Mad Studies, Disability History, Queer Disability Studies und Disability Studies in Education entstanden. Daneben sind Tendenzen der Vereinnahmung zu beobachten, z.B. in Diskursen um Inklusion und Teilhabe, in denen unter dem Label der Disability Studies oftmals lediglich konventionelle Behinderungsforschung betrieben wird. 

Trotz unterschiedlicher theoretischer Hintergründe sind sich alle Vertreter_innen der Disability Studies darin einig, dass es sich bei Behinderung nicht um ein naturgegebenes, überhistorisches Phänomen handelt, sondern um eine gesellschaftlich negativ bewertete körperliche Differenz, die im jeweiligen historischen und kulturellen Kontext betrachtet werden muss.

Der Beitrag behinderter Wissenschaftler_innen ist für die Disability Studies besonders relevant. Im Kontext der Behindertenbewegungen der 1970er Jahre hatten sie damit begonnen, wissenschaftliche und politische Entwicklungen im Hinblick auf ihre Bedeutung für behinderte Menschen zu analysieren. Diese kritische Auseinandersetzung bildete in den 1980er Jahren zunächst in den USA und Großbritannien die Grundlage für die Disability Studies.

Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Programm finden Sie hier auf der Homepage der Veranstalter.