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Ergonomie

Unter Ergonomie wird die Lehre von der menschlichen Arbeit und die Erkenntnis ihrer Gesetzmäßigkeiten verstanden. Sie ist eine Teildisziplin der Arbeitswissenschaft und zielt darauf ab, an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik die Arbeitsbedingungen dem arbeitenden Menschen anzupassen und zu optimieren. Andersherum gehört auch die Anpassung des Menschen (beispielsweise durch Berufsausbildung, Einarbeitung oder Rehabilitation) an die Arbeitsaufgaben und -bedingungen zur Ergonomie.

Optimierung der Arbeitsbedingungen

Um die Arbeitsbedingungen zu optimieren, befasst sich die Ergonomie insbesondere mit dem individuellen Gesundheitsschutz, der zum einen eine menschengerechte Arbeitsgestaltung und zum anderen den Schutz der Psyche umfasst. Ein Arbeitsplatz ist demnach dann ergonomisch, wenn er keine Gesundheitsgefahren verursacht und ein angenehmes Arbeiten ermöglicht.

Die eher klassisch ausgerichtete Ergonomie befasst sich vor allem mit der Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen und auf die hierbei eingesetzten Arbeitsmittel, die Arbeitsumgebung sowie die optimale Anordnung der Arbeitsmittel. Alle Komponenten eines Arbeitsplatzes von der Arbeitsumgebung (Platzbedarf, Klima, Licht usw.) über die eingesetzte Hardware (Computer, Bildschirm, Tastatur usw.) bis hin zum Mobiliar (Tisch, Stuhl usw.) einschließlich der Arbeitsabläufe werden bei der ergonomischen Gestaltung eines Arbeitsplatzes berücksichtigt.

Verpflichtende Ergonomie

Arbeitgeber/innen müssen ergonomische Gesichtspunkte in die Planung von Arbeitsplätzen, Arbeitsräumen, technischen Anlagen, Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufen einbeziehen. Die Ergonomie vermittelt den Beratenden Ingenieuren der Integrationsämter und der Agenturen für Arbeit im Zusammenhang mit der Gestaltung behinderungsgerechter Arbeitsplätze wichtige Erkenntnisse.

Ergonomische Aspekte finden sich darüber hinaus im Rahmen der Arbeitssicherheit, des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung. Durch ergonomische Arbeitsgestaltung sollten Arbeitsunfälle, langfristige Schädigungen wie Berufskrankheiten oder arbeitsbedingte Erkrankungen und psychische Beeinträchtigungen vermieden werden.

(ml) 2017