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Blindentechnische Grundausbildung (BTG)

Die Blindentechnische Grundausbildung (BTG) ist eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) (Rehabilitationsmaßnahme) und richtet sich an Personen, die plötzlich erblindet sind oder deren Sehvermögen sich gravierend verschlechtert hat. (Für Menschen, die von Gehörlosigkeit/Hörbehinderung betroffen sind, gibt es eine vergleichbare spezielle Grundausbildung.)

Inhalte der blindentechnischen Grundausbildung

Die blindentechnische Grundausbildung vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten, die für die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit in Ausbildung, Beruf und im Privatleben unerlässlich sind. Ziel der Ausbildung ist es, Schüler/innen beziehungsweise Student/inn/en in die Lage zu versetzen, ihre Ausbildung fortzuführen oder Berufstätige dazu zu befähigen, in ihren bisher ausgeübten Beruf zurückzukehren.

Blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen, die nach Maßnahmen der Berufsberatung, Berufsfindung oder Arbeitserprobung eine Umschulung absolvieren wollen, benötigen in der Regel zuerst diese Form der Grundrehabilitation.

Die Unterrichtsinhalte umfassen beispielsweise:

  • Braille-Punktschrift (Blindenschrift),
  • Einführung in die Bedienung von blindenspezifischen Computerhilfsmitteln,
  • Einführung in die Arbeit mit elektronischen Blindenlesegeräten/-notizgeräten,
  • Orientierung und Mobilität,
  • Lebenspraktische Fähigkeiten.

Förderung der blindentechnischen Grundausbildung

Die Blindentechnische Grundausbildung wird von der Agentur für Arbeit gefördert. Sie dauert bis zu einem Jahr und wird vor Beginn der beruflichen Rehabilitation in Schulen für blinde Menschen in Berufsbildungswerken (BBW), Berufsförderungswerken (BFW) oder in sonstigen Rehabilitationseinrichtungen durchgeführt.

(ml) 2017