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Bewerbung

Bei einer Bewerbung sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die die Neubesetzung einer Stelle planen, nach § 81 SGB IX verpflichtet,

  • zu prüfen, ob der freie Arbeitsplatz mit einem oder einer schwerbehinderten Bewerber/in besetzt werden kann,
  • frühzeitig mit der Agentur für Arbeit Kontakt aufzunehmen, um geeignete schwerbehinderte Bewerber/innen zu finden,
  • der Schwerbehindertenvertretung sämtliche Vermittlungsvorschläge und Bewerbungen von schwerbehinderten Bewerber/inne/n unmittelbar nach deren Eingang vorzulegen (eine Vorauswahl durch den oder die Arbeitgeber/in ist dabei nicht zulässig).

Ablehnung der Bewerbung schwerbehinderter Menschen

Erfüllen Arbeitgeber/innen ihre Beschäftigungspflicht nicht und lehnen eine/n schwerbehinderte/n Bewerber/in gegen das Einverständnis der Schwerbehindertenvertretung ab, so müssen sie ihre Entscheidung mit der Schwerbehindertenvertretung und dem Betriebsrat bzw. dem Personalrat und dem oder der betroffenen Bewerber/in erörtern. Danach teilt der oder die Arbeitgeber/in seine/ihre Entscheidung den Beteiligten mit.

Werden schwerbehinderte Bewerber/innen behinderungsbedingt benachteiligt, so ensteht dadurch zwar kein Anspruch auf Begründung eines Arbeitsverhältnisses, jedoch ein Anspruch auf Entschädigung.

(ml) 2017