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Bedarfserkennung

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) verpflichtet die Träger von Rehabilitationsmaßnahmen (z. B. die Bundesagentur für Arbeit oder die gesetzliche Rentenversicherung, ggf. aber auch die Jobcenter im Rahmen ihrer Zuständigkeit für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und die Integrationsämter in Bezug auf Leistungen für schwerbehinderte Menschen) zur frühzeitigen Bedarfserkennung. Demnach sind sie dazu verpflichtet, drohende Behinderungen bzw. den Bedarf eines behinderten Menschen an Leistungen zur Teilhabe frühzeitig zu erkennen und gezieltes Handeln noch vor Eintritt der Rehabilitation zu ermöglichen (um möglichst Zugänge in die Eingliederungshilfe insbesondere aus dem SGB II und aus der Rente zu verringern).

Vernetzte Informationsangebote

§ 12 SGB IX enthält die Regelungen zu den allgemeinen Aufklärungs- und Beratungspflichten der Rehabilitationsträger, zur frühzeitigen Bedarfserkennung sowie zur Unterstützung der Leistungsberechtigten bei der Antragstellung. So sind die Rehabilitationsträger im Zusammenhang mit der frühzeitigen Bedarfserkennung verpflichtet, hierzu untereinander vernetzte Ansprechstellen einzurichten.

Die Rehabilitationsträger sind insgesamt dafür verantwortlich, dass die beteiligten Rehabilitationsträger in Abstimmung sowohl untereinander als auch mit den Leistungsberechtigten die nach dem individuellen Bedarf voraussichtlich erforderlichen Leistungen funktionsbezogen feststellen und schriftlich so zusammenstellen, dass sie nahtlos ineinandergreifen.

(ml) 2018