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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufsausbildung einer lernbehinderten Auszubildenden zur Verkäuferin im Rahmen der Verzahnten Ausbildung

Arbeitgeber:

Der Ausbildungsvertrag besteht zwischen der Auszubildenden und dem Berufsbildungswerk. Die Ausbildungsverantwortung liegt deshalb während der gesamten Ausbildung beim Berufsbildungswerk. Dies beginnt bei der Auswahl geeigneter Schüler für die Ausbildung im Kooperationsbetrieb. Kooperationsbetrieb ist eine GALERIA Kaufhof Filiale der METRO Group Deutschland.

Behinderungen und Funktionseinschränkungen der Auszubildenden:
Die Jugendliche hat eine Lernbehinderung. Ihre Fähigkeiten sind, in Bezug auf das Lernen, Merken und schnelle Begreifen bzw. Auffassen von komplexen Sachverhalten, eingeschränkt.

Ausbildung und Beruf:

Die Jugendliche hat nach ihrem Schulabschluss eine zweijährige Ausbildung zur Verkaufshelferin abgeschlossen. Sie hängt ein drittes Ausbildungsjahr an, um Verkäuferin bzw. Einzelhandelskauffrau zu werden. In REHADAT finden Sie auch Einrichtungen, die behinderte Menschen ausbilden.

Nach dem ersten Jahr wurde die Auszubildende in das Projekt VAmB (Verzahnte Ausbildung mit den Berufsbildungswerken) aufgenommen. Darin haben die METRO Group Deutschland und einige Berufsbildungswerke eine Kooperation zur Verzahnten Ausbildung für lernbehinderte junge Menschen vereinbart. Verzahnung bedeutet, dass die Jugendlichen sowohl im Berufsbildungswerk als auch in einem Unternehmen der METRO Group ausgebildet werden. Die METRO Group bringt dabei ihren ökonomischen Sachverstand ein, die Berufsbildungswerke ihr didaktisches Konzept und vielfältige Möglichkeiten der individuellen Förderung und Unterstützung der Jugendlichen. Im Fall der auszubildenden Verkäuferin erfolgt eine Betreuung durch eine Ausbilderin des Berufsbildungswerkes.
Neben der Ausbildung im Kaufhaus besucht die Auszubildende an zwei Tagen in der Woche die Berufsschule. An den beiden Nachmittagen stehen Warenkunde sowie zusätzlicher Stützunterricht zum Üben des Lernstoffs auf dem Stundenplan. Welche Lerninhalte vermittelt werden, gibt der Ausbildungsrahmen vor. Wo sie vermittelt werden, stimmen die beiden Kooperationspartner ab, denn bei der Verzahnung sollen sich beide Lernorte sinnvoll ergänzen.

Die Auszubildenden der Berufsbildungswerke haben bei der METRO Group und seinen Unternehmen die gleichen Rechte und Pflichten wie die anderen Auszubildenden. Auch bei internen Schulungen sind sie selbstverständlich mit dabei. Diese Gleichbehandlung ist eines der Prinzipien von VAmB. Sie zeigt den behinderten Auszubildenden, dass sie gebraucht und auch ernst genommen werden.

Förderung:

Die Berufsausbildung wird von der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Nach der Ausbildung steht das Integrationsamt als Ansprechpartner und Vermittler finanzieller Förderung für Betriebe zur Verfügung, die Jugendliche aus VAmB beschäftigen möchten. Die wissenschaftliche Begleitung von VAmB wird durch die job-Initiative vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und Integrationsämter.



Link:

Modellprojekt VAmB (Verzahnte Ausbildung mit den Berufsbildungswerken)



Schlagworte und weitere Informationen

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Referenznummer:

R/PB5339



Informationsstand: 24.11.2009