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Angaben zum Praxisbeispiel

Von der Werkstatt für behinderte Menschen zur Anstellung als Hilfskraft mit einer Lernbehinderung im Garten- und Landschaftsbau

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Stadt, zu deren Aufgaben auch die Grünflächen- und Baumpflege gehört.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Lernbehinderung, die zu Schwierigkeiten beim Lernen und Merken führt. Er benötigt deshalb Unterstützung und ein entsprechendes Training, um neue Aufgaben und berufliche Tätigkeiten ausführen zu können.

Übergang Schule - Werkstatt für behinderte Menschen - allgemeiner Arbeitsmarkt:

Der Mann absolvierte eine Förderschule mit den Schwerpunkten geistige Entwicklung und Lernen. Da er nach dem Verlassen der Förderschule, behinderungsbedingt keine Beschäftigung finden konnte, wurden in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) zunächst im Eingangsverfahren seine Fähigkeiten ermittelt. Er wurde aufgrund des Ergebnisses im Arbeitstrainingsbereich (heute Berufsbildungsbereich) auf eine Beschäftigung im Arbeitsbereich der WfbM vorbereitet. Dort arbeitete er dann 15 Jahre überwiegend im Bereich der Montage von Elektroteilen und der Verpackung von Gläsern. Als nach dieser Zeit seine Fähigkeiten erneut getestet wurden, konnte eine Verbesserung der Merkfähigkeit, des abstrakten Denkens, der Motorik und der Ausdauer festgestellt werden. Er wechselte, unter seiner Zustimmung, erst einmal auf einen Außenarbeitsplatz der WfbM im Garten- und Landschaftsbau. Dabei wurde er durch die Dienste und Fachkräfte der WfbM begleitet, die auch die entsprechende Einarbeitung und Unterweisung übernahmen. Bedingt durch die weitere positive Entwicklung auf dem Außenarbeitsplatz, konnte der Mann mit Hilfe eines Integrationsfachdienstes an den Bereich der Grünflächen- und Baumpflege der Stadtverwaltung bzw. an die Stadtgärtnerei zunächst befristet vermittelt werden. Zu Beginn verglich der Integrationsfachdienst die Arbeitsfähigkeit des Mannes mit den Arbeitsanforderungen. Aus dem daraus resultierendem sog. Profilvergleich konnten der Integrationsfachdienst Abweichungen, die zum Bespiel durch Überforderungen entstehen, erkennen und ein zielgerechtes Job-Coaching bzw. Betriebliches Arbeitstraining entwickeln. Im Rahmen des 25-stündigen Betrieblichen Arbeitstrainings vor Ort erfolgte eine schrittweise Einweisung/Unterweisung mit intensiven Trainingsphasen der einzelnen Arbeitsschritte bzw. Handlungsabfolgen. Eingesetzt dazu wurden beispielsweise selbst entwickelte Prioritätenlisten sowie vereinfachte Maschinenbedienungsanleitungen und spezielle Sicherheitsunterweisungen. Außerdem wurden die Vorgesetzten und Kollegen auf die Zusammenarbeit vorbereitet. Die Fähigkeiten und Kenntnisse des Mannes konnten soweit verbessert und trainiert werden, dass er für den Arbeitgeber vielseitig einsetzbar ist und sogar in einem Lehrgang den sog. Motorsägenschein (Nachweis Motorsägenlehrgang) erwerben konnte. Aufgrund der Entwicklung und erlangten Qualifikation wurde er vom Arbeitgeber in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Förderung und Mitwirkung:

Die Motorsäge und der Service durch den Integrationsfachdienst wurden vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter und Integrationsfachdienste.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • IMBA - Arbeitsplanung /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Auffassung /
  • IMBA - Lernen/Merken /
  • IMBA - Problemlösen /
  • IMBA - Selbständigkeit /
  • IMBA - Umstellung /
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen) /
  • MELBA - Arbeitsplanung /
  • MELBA - Auffassung /
  • MELBA - Lernen/Merken /
  • MELBA - Problemlösen /
  • MELBA - Selbständigkeit /
  • MELBA - Umstellung /
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)


Referenznummer:

Pb/110828



Informationsstand: 15.11.2013