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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufliche Teilhabe für einen Produktionshelfer mit einer Lernbehinderung

Arbeitgeber:

Das Unternehmen produziert Fassadenelemente für Häuser. Es stellte einen Mann mit besonderem Unterstützungsbedarf ein. Zur Einstellung kam es über einen Integrationsfachdienst, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Ohne die Unterstützung durch den Integrationsfachdienst wäre eine Einstellung nicht möglich gewesen, da der Arbeitgeber nicht über die Erfahrung, das Personal und die Zeit verfügt den Mann individuell und länger als üblich einzuarbeiten und für die erforderlichen Tätigkeiten anzulernen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Lernbehinderung. Behinderungsbedingt hat er Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Er benötigt daher Unterstützung und mehr Zeit, um Zusammenhänge sowie Aufgaben zu verstehen und zu lernen.

Übergang Schule - Werkstatt für behinderte Menschen - Beruf:

Der Mann besuchte eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Nach der Schule wurde der Mann vom Reha-Team der Arbeitsagentur an eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) vermittelt. Über die WfbM kam er dann zum Integrationsfachdienst. Nach der Feststellung der Fähigkeiten und Neigungen wurde der Mann vom Integrationsfachdienst in zwei Praktika vermittelt. Unter anderem gehörte dazu auch ein Praktikum bei seinem jetzigen Arbeitgeber. Während des Praktikums beim Arbeitgeber wurde der Mann mit Hilfe eines Job-Coaches des Integrationsfachdienstes über ein Job-Coaching bzw. Betriebliches Arbeitstraining direkt am Arbeitsplatz sechs Monate qualifiziert und eingearbeitet. Dabei wurden die erforderlichen Arbeitsgänge strukturiert, schrittweise und intensiv bzw. oft trainiert, so dass ein passgenauer Einsatz für die Tätigkeit als Produktionshelfer beim Arbeitgeber möglich wurde. Nach dem Praktikum stellte der Arbeitgeber den Mann aufgrund seiner erworbenen Fertigkeiten, seiner Motivation und des guten Kontaktes zu den Kollegen fest ein.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Produktionshelfer bereitet er Klinkerplatten zur maschinellen Bearbeitung vor und bedient eine Brechermaschine zum Zerkleinern von Steinen.

Förderung und Mitwirkung:

Die Arbeitsagentur zahlte dem Arbeitgeber über drei Jahre einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe und förderte über die Dienstleistung des Integrationsfachdienstes. Der Arbeitgeber erhielt außerdem eine Teilfinanzierung für eine Brechermaschine über ein Sonderförderprogramm. Die Beantragung der Fördermittel erfolgte dabei mit Hilfe des Integrationsfachdienstes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.



Link:

REHADAT-talentplus zum Thema Sonderförderprogramme



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Referenznummer:

Pb/110735



Informationsstand: 28.07.2015