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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufliche Teilhabe für einen Jugendlichen mit einer Lernbehinderung in einem Supermarkt als Lagerhelfer und Gabelstaplerfahrer

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Filiale einer Supermarktkette, die einen Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf eingestellt hat. Zur Einstellung kam es über einen Integrationsfachdienst, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Ohne die Betreuung durch den Integrationsfachdienst wäre eine Einstellung nicht möglich gewesen, da der Arbeitgeber nicht das Personal und die Zeit gehabt hätte den Jugendlichen individueller und länger als üblich einzuarbeiten und für die erforderlichen Tätigkeiten anzulernen.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Jugendlichen:

Der Jugendliche hat eine Lernbehinderung. Behinderungsbedingt hat er Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Er benötigt daher Unterstützung und mehr Zeit, um Zusammenhänge sowie Aufgaben zu verstehen und zu lernen.

Übergang Schule - Beruf:

Der Jugendliche besuchte eine Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung. Mit Hilfe der Schule wurde der Kontakt zum Integrationsfachdienst hergestellt. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Jugendliche vom Integrationsfachdienst betreut und in fünf Praktika vermittelt. Im Rahmen der Praktika, über einen Gesamtzeitraum von 18 Monaten, konnten Neigungen sowie Fähigkeiten ermittelt und erste Berufserfahrungen speziell im Bereich Lager als Lagerhelfer gesammelt werden. In dieser Zeit wurde der Jugendliche von einem Job-Coach des Integrationsfachdienstes betreut und durch ein Job-Coaching bzw. Betriebliches Arbeitstraining unterstütz die entsprechenden Arbeitsaufgaben selbständig auszuführen. Das letzte Praktikum absolvierte er bei seinem jetzigen Arbeitgeber. Während des Praktikums konnte er sogar mit Hilfe des Job-Coaches den Gabelstaplerführerschein (Befähigungsnachweis zum Führen von Flurförderzeugen) nach den Vorschriften der Berufsgenossenschaft erwerben. Nach seinem letzten Praktikum wurde der Jugendliche vom Arbeitgeber aufgrund seiner Fertigkeiten, seiner Motivation, seiner Arbeitsleistung und seinem guten Kontakt zu den Kollegen fest auf Teilzeitbasis eingestellt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Lagerhelfer lädt die von Lastkraftwagen angelieferte Ware mit Hilfe eines Gabelstaplers ab und befördert diese ins Lager oder direkt in die Abteilungen des Supermarktes.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Für den Arbeitsweg nutzt der Jugendliche selbständig die öffentlichen Verkehrsmittel.

Förderung und Mitwirkung:

Der für den Jugendlichen neu geschaffene Arbeitsplatz wurde vom Integrationsamt mit einem Investitionskostenzuschuss zur Anschaffung der erforderlichen Arbeitsplatzausstattung gefördert. Die Arbeitsagentur zahlte dem Arbeitgeber zusätzlich einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe und förderte die Dienstleistung des Integrationsfachdienstes. Die Beantragung der Fördermittel erfolgte dabei mit Hilfe des Integrationsfachdienstes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter, der Arbeitsagenturen und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Auffassung /
  • IMBA - Lernen/Merken /
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  • IMBA - Selbständigkeit /
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  • MELBA - Selbständigkeit /
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  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)


Referenznummer:

Pb/110730



Informationsstand: 28.07.2015