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Angaben zum Praxisbeispiel

Berufliche Teilhabe für eine Jugendliche mit einer Lernbehinderung in einer Bank als Bürohilfe

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Bank, die eine Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf eingestellt hat. Zur Einstellung kam es über einen Integrationsfachdienst, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Ohne die Unterstützung durch den Integrationsfachdienst wäre eine Einstellung nicht möglich gewesen, da der Arbeitgeber nicht das Personal und die Zeit gehabt hätte die Jugendliche individueller und länger als üblich einzuarbeiten und für die erforderlichen Tätigkeiten anzulernen.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Jugendlichen:

Die Jugendliche hat eine Lernbehinderung. Behinderungsbedingt hat sie Schwierigkeiten beim Lernen und Merken. Sie benötigt daher Unterstützung und mehr Zeit, um Zusammenhänge sowie Aufgaben zu verstehen und zu lernen.

Übergang Schule - Beruf:

Die Jugendliche besuchte eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Bereits während der Schulzeit absolvierte die Jugendliche zwei Praktika, die ihr vom Integrationsfachdienst vermittelt wurden. Direkt nach der Schule absolvierte sie dann ein weiteres Praktikum bei einer Bank bzw. bei ihrem jetzigen Arbeitgeber. Auch dieser Praktikumsplatz wurde ihr vom Integrationsfachdienst vermittelt. Im Rahmen des Praktikums wurde die Jugendliche von einem Job-Coach des Integrationsfachdienstes über ein Job-Coaching bzw. Betriebliches Arbeitstraining direkt am Arbeitsplatz qualifiziert und eingearbeitet. Dabei wurden die erforderlichen Arbeitsgänge strukturiert, schrittweise und intensiv bzw. oft trainiert, so dass ein passgenauer Einsatz für die Tätigkeit als Bürohilfe beim Arbeitgeber nach einem halben Jahr möglich wurde. Neben den Vorgaben durch die Arbeitsanforderungen bzw. den Arbeitgeber wurden auch die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt. Nach dem Praktikum wurde die Jugendliche vom Arbeitgeber fest auf Teilzeitbasis eingestellt. Sollte es in der Zukunft zu Problemen kommen, so kann der Arbeitgeber jederzeit wieder den Integrationsfachdienst einschalten und auf dessen Hilfe zurückgreifen.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Jugendliche arbeitet an einem Bildschirmarbeitsplatz in der Bank. An ihrem Bildschirmarbeitsplatz bzw. mit dem Computer scannt sie Bankbelege zur Archivierung ein.

Arbeitsumgebung - Mobilität:

Für den Arbeitsweg nutzt die Jugendliche selbständig öffentliche Verkehrsmittel.

Förderung und Mitwirkung:

Der für die Jugendliche neu geschaffene Arbeitsplatz wurde vom Integrationsamt mit einem Investitionskostenzuschuss zur Anschaffung der erforderlichen Arbeitsplatzausstattung gefördert. Die Arbeitsagentur zahlte dem Arbeitgeber zusätzlich einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe. Die Beantragung der Fördermittel erfolgte dabei mit Hilfe des Integrationsfachdienstes.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Arbeitsagenturen, der Integrationsämter und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.



Schlagworte und weitere Informationen

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Referenznummer:

Pb/110726



Informationsstand: 27.07.2015