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Angaben zum Praxisbeispiel

Neueinstellung eines Mannes mit einer Lernbehinderung aus einer Werkstatt für behinderte Menschen als Autopfleger bei einem Autohaus

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist ein Autohaus, das sich bereit erklärte einen Beschäftigten aus einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) einen Praktikumsplatz anzubieten. Die Bereitschaft dazu wurde von einem Integrationsfachdienst geweckt, zu dessen Aufgaben u. a. die Vermittlung und Qualifizierung von Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gehören. Bedingt durch die guten Erfahrungen und die begleitende Betreuung während des Praktikums durch den Integrationsfachdienst, stellte der Arbeitgeber den Mann fest nach dem Praktikum ein. Die vom Arbeitgeber während des Praktikums gemachten guten Erfahrungen (z. B. positive Einstellung zur Arbeit, Motivation, Zuverlässigkeit und guter Kontakt zu Kollegen) bestätigten sich dann weiter im Laufe des Arbeitsverhältnisses.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mannes:

Der Mann hat eine Lernbehinderung. Er ist nur eingeschränkt fähig komplexe Sachverhalte schnell zu begreifen, neue Informationen schnell zu lernen und Probleme gezielt zu lösen.

Übergang Schule - Werkstatt für behinderte Menschen - Beruf:

Der Mann besuchte eine Förderschule und arbeitete nach der Förderschule viele Jahre in einer WfbM. Über einen Mitbewohner der Außenwohngruppe der WfbM erfuhr er vom Integrationsfachdienst und der Integrationsmöglichkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Nach der Kontaktaufnahme über die WfbM zum Integrationsfachdienst wurde der Mann zunächst in ein Praktikum beim Arbeitgeber vermittelt. Im Praktikumszeitraum von sieben Monaten konnte der Mann langsam und schrittweise durch einen Job-Coach des Integrationsfachdienstes auf die betrieblichen Anforderungen bzw. Arbeitsaufgaben vorbereitet und gleichzeitig unterstützt sowie betreut werden, ohne den betrieblichen Ablauf zu stören. Der Job-Coach zog sich mit zunehmenden Selbständigkeitsgrad und in Absprache mit dem Arbeitgeber Zug um Zug zurück. Er hielt dabei aber weiterhin mindestens einmal wöchentlich berufsbegleitend Kontakt zum Mann und Arbeitgeber.
Im Rahmen des Praktikums konnte der Mann soweit betrieblich qualifiziert werden, dass er seine Arbeitsaufgaben selbständig ausführen kann. Nach Ende des Praktikums wurde der Mann vom Arbeitgeber fest eingestellt, obwohl er für manche Tätigkeiten etwas mehr Zeit benötigt.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Mann arbeitet im Autohaus als Wagenpfleger und ist für die komplette Innen- und Außenreinigung (z. B. Saugen, Scheiben putzen sowie Motor- und Felgenwäsche) der Autos zuständig. Außerdem erledigt er Gartenarbeiten auf dem Gelände des Autohauses und räumt im Lager auf.

Arbeitsumgebung:

Der Mann wohnt seit seiner Einstellung beim Arbeitgeber in einer eigenen Wohnung, die er von seinem Verdienst bezahlt - dies ist für ihn besonders wichtig.

Förderung und Mitwirkung:

Der Arbeitgeber erhielt von der Rentenversicherung einen Lohnkostenzuschuss als Eingliederungshilfe und vom Integrationsamt einen Beschäftigungssicherungszuschuss (Minderleistungsausgleich) zur Kompensation der außergewöhnlichen Belastung. Die Unterstützung durch den Integrationsfachdienst wurde ebenfalls von der Rentenversicherung gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Rentenversicherung, Integrationsämter und die Kontaktdaten zu Integrationsfachdiensten.



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Referenznummer:

Pb/110719



Informationsstand: 16.12.2010