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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bamberg bewegt


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

KLARER KURS, 2008, 1. Jahrgang (Heft 2), Seite 26-30, Hamburg: 53 Grad NORD, ISSN: 1865-9594


Jahr:

2008



Abstract:


Integra Mensch vermittelt als virtuelle Werkstatt Menschen mit überwiegend geistiger Behinderung in gemeindenahe Betriebe des ersten Arbeitsmarktes.

Simone B. ist eine der ersten Integra-Mitarbeiterinnen, die aus den Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten in einen gemeindenahen Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes wechseln. Bis heute wurden fast 50 Werkstatt-Mitarbeiter auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Das Team um Kuno Eichner vom Sozialdienst der Werkstatt arbeitet an einem stadtumspannenden Netzwerk, in dessen Mittelpunkt die Werkstattmitarbeiter und ihr soziales Umfeld stehen.

Zunächst erfragt das Integra-Team die jeweiligen Berufswünsche und versucht die Stärken und Kompetenzen zu ermitteln. Anschließend werden die Kontaktpersonen aufgesucht und im Gespräch über die einzelnen Mitarbeiter informiert. So fand Simone B. im Herbst 2003 ihren Arbeitsplatz. Anfangs wurde für sie ein erster Aufgabenkatalog bestimmt, um sie für die Arbeit im Altenheim zu qualifizieren. Für den neuen Arbeitgeber war besonders wichtig, dass er sich auf die intensive Unterstützung des Integra-Teams verlassen konnte.

Auch heute noch wird Simone B. wöchentlich von ihrer Integrationsbegleiterin besucht. Zusätzlich stehen Paten den Mitarbeitern am Arbeitsplatz zur Seite. Diese sorgen für eine geregelte Kommunikation und ermöglichen, Fehler zügig auszuräumen. Sollte die Zusammenarbeit mit einem Integra-Mitarbeiter nicht funktionieren, können Unternehmer diese beenden.

Die Unternehmen schätzen, dass Integra die ersten Absprachen moderiert und bei Bedarf die Einarbeitung übernimmt. Zudem haben die Betriebe einen dauerhaften Ansprechpartner und die Finanzierung läuft über die Werkstatt, der die Integra-Mitarbeiter weiterhin angehören.

Bislang habe noch kein Unternehmen die Zusammenarbeit beendet. Die meisten Integra-Mitarbeiter würden an Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit gewinnen und bauen soziale Kontakte zu Mitmenschen auf.

Da das Unternehmen Wieland Electric, einer der größten Arbeitgeber in Bamberg, keine integrativen Arbeitsplätze stellen konnte, entwickelte Robert M. Wieland, Leiter der Marketing Abteilung und Gesellschafter, die Kampagne Bamberg bewegt und so setzen sich mittlerweile neben vielen Unternehmen auch Würdenträger wie der Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick und der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke für Integra ein.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten für Behinderte gGmbH | Rehadat-Werkstätten




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


KLARER KURS - Magazin für berufliche Teilhabe
Homepage: https://www.53grad-nord.com/klarer_kurs.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0170/6721


Informationsstand: 22.08.2008

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