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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bei Rot droht Schadensersatz

Vertragsrecht



Autor/in:

Rambach, Peter H. M.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Personalmagazin, 2007, Heft 12, Seite 80-82, Freiburg im Breisgau: Haufe, ISSN: 1438-4558


Jahr:

2007



Abstract:


Schnell kommt man in Verträgen mit dem AGG in Komflikt. Aber es gibt auch Bereiche, die problemlos oder zumindest risikoarm sind

Dr. Peter H. M. Rambach ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht. Er führt Formulierungen an, für die es bereits einen einheitlichen Bewertungsstandard gibt und die bei der AGG-sicheren Vertragsgestaltung helfen.

Eine an das Lebensalter geknüpfte Differenzierung der Höhe der Vergütung ist eine unmittelbare Diskriminierung wegen des Alters, denn das AGG erfasst jegliche Anknüpfung an das Lebensalter. Wird die Vergütung an die Betriebszugehörigkeit geknüpft, könnte zwar in der Verknüpfung an das Dienstalter eine Diskriminierung gesehen werden, doch die Honorierung der Berufserfahrung ist als legitimes Ziel anerkannt. Dabei müssen Zeiten des gesetzlich festgelegten Mutterschutzes berücksichtigt werden.

Objektiv benachteiligt werden jüngere Arbeitnehmer, wenn die Bemessung des Urlaubs an das Lebensalter geknüpft ist. Das AGG erlaubt eine unterschiedliche Behandlung aufgrund des Alters, wenn diese objektiv und angemessen und durch ein legitimes Ziel gerechtfertigt ist.

Bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses sollten Formulierungen vermieden werden, die Beschäftigungszeiten vor einem bestimmten Lebensalter bei der Berechnung der Kündigungsfristen unberücksichtigt lassen. Vereinbarungen, die die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses ohne eine Kündigung zu einem Zeitpunkt vorsehen, zu dem der Beschäftigte Altersrente beanspruchen kann, sind dem AGG zufolge erlaubt. Dennoch ist dies nicht unumstritten, da angenommen wird, dass es teilweise europarechtswidrig ist.

Wird der Arbeitnehmer dazu verpflichtet, eine bestimmte Arbeitskleidung zu tragen, kann dies eine mittelbare Diskriminierung wegen der Religion darstellen, wenn beispielsweise das Tragen eines Kopftuchs verboten wird. Gerechtfertigt wäre ein solches Verbot, wenn es durch die Eigenart der Tätigkeit gerechtfertigt wäre.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Personalmagazin
Homepage: https://www.haufe.de/personal/zeitschrift/personalmagazin/ja...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0168/6444


Informationsstand: 20.12.2007

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