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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der leidensgerechte Arbeitsplatz

Arbeitgeber sind im Rahmen des Eingliederungsmanagements verpflichtet, sich aktiv um die Umgestaltung von Arbeitsplätzen zu kümmern



Autor/in:

Muschiol, Thomas


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Personalmagazin, 2007, Heft 9, Seite 94-96, Freiburg im Breisgau: Haufe, ISSN: 1438-4558


Jahr:

2007



Abstract:


Arbeitgeber sind verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) durchzuführen, wenn ein Arbeitnehmer im Jahr länger als sechs Wochen arbeitsunfähig war. Ziel des BEM ist es, die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz zu optimieren, um negative Einflüsse auf den Gesundheitszustand des Arbeitnehmers zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Welche finanziellen und betriebsorganisatorischen Aufgaben einer Person zuzumuten sind, ist nicht gesetzlich definiert. Selbst bei einem völligen Unterlassen eines betrieblichen Eingliederungsmanagements, sieht das SGB IX keine Zwangsmittel vor.

Bei einer leidensgerechten Umgestaltung des Arbeitsplatzes kann eine Kündigung oft vermieden werden. Dazu stellen sich die Fragen, ob und welche Möglichkeiten für eine Arbeitsplatzumgestaltung im konkreten Fall bestehen und mit welchen Kosten für die Maßnahme zu rechnen ist. Zusätzlich sollte ermittelt werden, welche sonstigen mit der Umgestaltung notwendigen wirtschaftlichen Belastungen und organisatorischen Änderungen auf das Unternehmen zu kommen.

Arbeitgeber sollten sowohl die Beratungsleistungen als auch die Finanzierungshilfen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsträger in Anspruch nehmen. Da es für den Arbeitgeber oft nicht einfach ist, den zuständigen Kostenträger zu ermitteln, hilft es, sich beim Integrationsamt oder aber bei der Gemeinsamen Servicestelle für Rehabilitation zu erkundigen.

In der Regel wird der jeweilige Kostenträger den Arbeitsplatz besichtigen, den Arbeitgeber beraten und beim Technischen Berater ein Gutachten zur Arbeitsplatzgestaltung erstellen lassen. Sowohl Beratung als auch technisches Gutachten sind für den Arbeitgeber frei. Bei einem positivem Gutachten sollte der Arbeitgeber einen Antrag auf Bezuschussung der Arbeitsplatzumgestaltung frühzeitig beim jeweiligen Kostenträger beantragen.

Gesetzlich ist festgelegt, dass sich jeder Kostenträger mit finanziellen Mitteln an einer möglichen technischen Umgestaltung des Arbeitsplatzes beteiligen sollte. In welcher Höhe Kosten übernommen werden hängt von verschiedenen Faktoren ab. Von Seiten des Integrationsamts können bei schwerbehinderten oder gleichgestellten Arbeitnehmern monatliche Zuschüsse zum Ausgleich der finanziellen Belastung des Arbeitgebers bewilligt werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Personalmagazin
Homepage: https://www.haufe.de/personal/zeitschrift/personalmagazin/ja...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0168/6312


Informationsstand: 04.10.2007

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