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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die deutsche Schule be-hindert Lernen

Zur Diskriminierung der Schüler aus benachteiligten Lebenslagen durch das selektive Bildungswesen



Autor/in:

Stähling, Reinhard


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Gemeinsam Leben, 2011, 19. Jahrgang (Heft 3), Seite 139-145, Weinheim: Juventa, ISSN: 0943-8394


Jahr:

2011



Abstract:


Es ist festzustellen, dass das deutsche Schulwesen im Verdacht steht, Schülergruppen mit schwierigen Lernausgangslagen zu diskriminieren und ihnen den Zugang zu Bildung zu versagen.

Die geltende deutsche Rechtsprechung räumt zwar dem Gemeinsamen Unterricht eine Vorrangstellung gegenüber der selektiven Beschulung in Sonderschulen ein und orientiert sich damit am Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1997 und der UN-Behindertenrechtskonvention von 2009. Dem widerspricht jedoch oftmals die Schulrealität, wo noch immer ungefähr 85 Prozent der 'Behinderten' in Sondereinrichtungen ausgesondert werden, obgleich die Effizienz der zum Beispiel der Schulen für Lernbehinderte widerlegt werden konnte.

Der Artikel befasst sich genauer mit der Frage, ob die oben aufgeführten Fakten, die das Lernen behindern und oft als 'Lernbehinderungen' beim Kind diagnostiziert werden, eine Diskriminierung der Gruppe von Kindern darstellen, die aus benachteiligten Lebenslagen stammen, wie zum Beispiel Migrantenkinder, Kinder mit Lernschwierigkeiten oder aus Haushalten, die durch Arbeitslosigkeit, Drogenmissbrauch oder Kriminalität geprägt sind.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Gemeinsam Leben
Homepage: https://www.beltz.de/fachmedien/paedagogik/zeitschriften/gem...



Referenznummer:

R/ZS0155/8854


Informationsstand: 15.08.2011

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