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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönlichkeitsstörungen in ICD-10 und ICD-11: Konzeptuelle Änderungen und Relevanz für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit


Autor/in:

Aßhauer, Felix


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2020, 116. Jahrgang (Heft 1), Seite 21-30, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2020



Abstract:


Die Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen wird mit Einführung der ICD-11 ab 2022 grundlegend geändert und um dimensionale Aspekte ergänzt. Statt der bisherigen Spezifikation einzelner Störungskategorien tritt die Beurteilung des Schweregrads der Störung anhand der Bestimmung von Funktionseinschränkungen im Bereich des Selbst und der interpersonellen Funktionen in den Vordergrund.

Dies ist auch für gutachterliche Einschätzungen von großer Relevanz. Im Hinblick auf sozialmedizinische Fragen von Leistungsfähigkeit, beispielsweise in Arbeits- und Erwerbskontexten, lassen die Einschätzungen der Selbstfunktionen und interpersonellen Funktionen Bezüge zum Klassifikationssystem der ICF und daran orientierten Instrumenten zu.

Hierdurch werden sich zukünftig möglicherweise genauere Bezüge zwischen der konkreten Gesundheitsstörung/Diagnose und einem Leistungs-/Fähigkeitenprofil ableiten und die Verständlichkeit und Schlüssigkeit von Einschätzungen erhöhen lassen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Personality disorders in ICD-10 and ICD-11: Modifications in the diagnostic concept and their ­relevance to the assessment of individual capacity


Abstract:


The diagnosis of personality disorders will be fundamentally changed with the introduction of the ICD-11 in 2022 and dimensional aspects will be added. Instead of the previous specification of individual disorder categories, the focus will be on assessing the severity of the disorder by determining impairments of self-functioning and interpersonal functioning.

This is also of great significance for assessments by medical experts. With regard to sociomedical questions of capacity, in work and employment contexts for example, it will be possible when assessing self-functioning and interpersonal functioning to refer to the ICF classification system and the instruments geared towards it.

As a result, it may be possible in future to derive more precise links between the actual health disorder/diagnosis and a performance/capability profile and to improve assessments in terms of comprehensibility and conclusiveness.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0221


Informationsstand: 14.02.2020

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