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Bibliographische Angaben zur Publikation

Behindertenhilfe in Ostholstein macht sich auf den Weg


Autor/in:

Sohns, Reinhard E.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Impulse, 2008, Nummer 46/47 (Ausgabe 2/3), Seite 9-12, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2008



Link(s):


Link zu 'Impulse' Nummer 46/47 (PDF, 2,90 MB).


Abstract:


Die Ostholsteiner Behindertenhilfe möchte neue Wege beschreiten, um zusätzliche Möglichkeiten der beruflichen Rehabilitation zu eröffnen, die über das konventionelle Werkstattangebot hinausgehen. Dabei soll Bewährtes weiterentwickelt und alternative, sozialraumorientierte Angebote in den Bereichen Arbeit und Wohnen für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Der neue Blickwinkel berücksichtigt besonders die Wünsche, Talente, Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse des Einzelnen und zielt auf die persönliche Zukunftsplanung ab.

Zum Tragen kommt diese Neuerung vor allem im Übergangsbereich Schule und Beruf, so dass SchülerInnen besser auf einen Einstieg ins Berufsleben vorbereitet werden können. Wenn es gelingt den Wünschen und Talenten des Einzelnen zu entsprechen, steigert es die Motivation und das Engagement und wirkt sich positiv in einem Arbeitsverhältnis aus. Daher ist es die Aufgabe der Werkstätten in Zusammenarbeit mit dem sozialen Umfeld, Ziele, Wünsche und Chancen für den beruflichen Werdegang abzustecken und sie in geeignetem Rahmen zu realisieren.

Wenn konventionelle Werkstattstruktur an ihre Grenzen stoßen, müssen alternative Leistungsangebote entwickelt werden. Je stärker es gelingt, wesentliche Teilbereiche in Fach- und Kompetenzzentren auszugliedern und überregional, zentral zusammenzuführen, desto stärker ist das Verbindende der in der Werkstatt Arbeitenden. Durch diese Stärkung des Selbstwertgefühls können die nachfolgenden Integrationsschritte in den Arbeitsmarkt erleichtert werden. Dass die behinderten MitarbeiterInnen rechtlich zur Werkstatt für behinderte Menschen gehören tritt im Alltag in den Hintergrund, was zu einer gelebten Normalität und Integration beiträgt.

Um den behinderten Menschen noch ein größeres Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten bereitzustellen, setzt sich die Ostholsteiner Behindertenhilfe für die Einführung einer Virtuellen Werkstatt ein. Sie soll das Arbeiten in vielen unterschiedlichen Arbeitsfeldern ermöglichen, in dem sie Außenarbeitsplätze in Betrieben und Gewerken anbietet und eine Brücke zum sonstigen sozialen Kontext bilden. Die virtuelle Werkstatt ist eine Arbeitsform der nächsten Generation, die die Integration auf eine neue Stufe stellt.

Noch einen Schritt weiter geht die Unterstützte Beschäftigung. Ihr Ziel ist die Vermittlung und Integration von behinderten Menschen in ein dauerhaftes sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, bei individueller Unterstützung. Auch ein Integrationsbetrieb kann eine Möglichkeit sein, behinderte Menschen zu beschäftigten und soll in Ostholstein weiter ausgebaut werden.

Mit dieser Vielfalt an neuen Möglichkeiten gibt man den behinderten Menschen die Chance, sich als aktive Mitglieder in die Gesellschaft einzubringen und ihre berufliche Karriere nach ihren Wünschen, Talenten und Fähigkeiten auszurichten. Auch in allen sonstigen Bereichen möchte die Ostholsteiner Behindertenhilfe neue Wege zur Integration eröffnen und den Traum einer gelebten selbstverständlichen Inklusion weiterverfolgen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Adresse: Ostholsteiner Behindertenhilfe GmbH




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin Impulse
Homepage: https://www.bag-ub.de/impulse

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/6802


Informationsstand: 21.10.2008

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