Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Das cc-Konzept

Ein integratives, transdisziplinär ausgerichtetes Therapiekonzept für Menschen mit neurokognitiven Störungen



Autor/in:

Niepel, Andreas; Scholz, Ann-Kathrin


Herausgeber/in:

Borgmann, Dieter


Quelle:

praxis ergotherapie, 2020, 33. Jahrgang (Heft 2), Seite 84-90, Dortmund: verlag modernes lernen, ISSN: 0932-9692


Jahr:

2020



Abstract:


Menschen, die nach einer schweren Hirnschädigung neurokognitive Störungen entwickeln, stellen besondere Anforderungen an das Gesundheitssystem und erhalten unter anderem aufgrund ihrer spezifischen Besonderheiten und Bedürfnisse leider nach wie vor zu häufig keine ausreichende und angemessene Behandlung.

Schwergradige Störungen des Gedächtnisses, wie etwa bei amnestischen Syndromen, Störungen der Impulskontrolle oder der Handlungssteuerung machen die Interaktion mit den betroffenen Patienten sowohl für Angehörige als auch für Ärzt:innen, Therapeut:innen und Pflegende herausfordernd. Und während ein Mindestmaß an Störungsbewusstsein, Einsichtsfähigkeit in die Notwendigkeit einer Behandlung sowie Behandlungsmotivation jeglicher Intervention in der Regel vorausgesetzt wird, erhalten diese Patient:innen nicht selten schon zu Beginn oder im Verlauf der Behandlung den Status 'nicht therapiefähig', verbleiben auf geschlossenen Stationen oder werden in geschlossenen Pflegeheimen untergebracht.

Vor dem Hintergrund der alternden Gesellschaft wird die medizinische Versorgungslandschaft zunehmend mit dem Aspekt der Multimorbidität konfrontiert. Doch das gern bediente Sprichwort 'Aus den Augen, aus dem Sinn' wird auch in diesem Kontext nicht und erst recht nicht langfristig funktionieren.

Das cc-Konzept stellt ein integratives, transdisziplinär ausgerichtetes Therapiekonzept für Menschen mit neurokognitiven Störungen dar und beschäftigt sich mit der Aufgabe, schwer betroffene Menschen nicht nur basal zu versorgen und unterzubringen, sondern sie in Abhängigkeit ihrer Fähigkeiten und Einschränkungen zu fördern und ihnen ein Mindestmaß an Lebensqualität und Teilhabe zu ermöglichen. Dabei bietet das cc-Konzept neben konkreten Modulen zum Aufbau und zur Gestaltung der Behandlung, welche sich an ICF-Kriterien und dem KTL-Katalog der DRV orientieren, Handlungsanweisungen und Wegweise, sowie eine therapeutische Grundhaltung.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


praxis ergotherapie - Fachzeitschrift für Ergotherapie
Homepage: https://www.verlag-modernes-lernen.de/zeitschriften/praxis-e...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0139/0042


Informationsstand: 29.12.2020

in Literatur blättern