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Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychische Belastung als Gegenstand des Arbeitsschutzes

Typische Herausforderungen in der betrieblichen Praxis



Autor/in:

Beck, David


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Arbeit, 2019, 28. Jahrgang (Heft 2), Seite 125-147, Oldenbourg: De Gruyter, ISSN: 0941-5025


Jahr:

2019



Abstract:


Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, bei Maßnahmen des Arbeitsschutzes und der dazu erforderlichen Gefährdungsbeurteilung auch psychische Belastungen zu berücksichtigen. Psychosoziale Risiken der Arbeit sind allerdings durch eine hohe Komplexität und Dynamik sowie durch vielfältige Interdependenzen gekennzeichnet. Die Studie, über die in dem Beitrag berichtet wird, soll dazu beitragen, das Wissen über die Herausforderungen, die sich daraus für die betriebliche Arbeitsschutzpraxis ergeben, auszubauen.

Grundlage der Analyse sind leitfadenstrukturierte Interviews mit Akteurinnen und Akteuren aus 32 Betrieben, denen in ihrem Betrieb die Organisation und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung oblag.

Bezugnehmend auf deren Erfahrungen lassen sich vier typische Herausforderungen unterscheiden:
1. die Entwicklung einer angemessenen Verfahrensweise zur Gefährdungsbeurteilung;
2. der Umgang mit den partikularen Problemsichten und Interessen der betrieblichen Stakeholder;
3. die wirksame Einbindung der Führungskräfte in die Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung;
4. die Berücksichtigung von Aktivitäten zur Reduzierung psychosozialer Risiken, die im Betrieb jenseits der Strukturen betrieblichen Arbeitsschutzes realisiert werden.

Analysiert wird zum einen, auf welche Probleme und Erfordernisse mit diesen Herausforderungen im Einzelnen verwiesen wird, und zum anderen, welche diesbezüglichen Lösungen von den Akteurinnen und Akteuren entwickelt und welche Schwierigkeiten dabei gegebenenfalls erlebt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Organisation und Logik betrieblichen Arbeitsschutzhandelns im Umgang mit psychosozialen Risiken grundlegend verändert wird.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Psychosocial risks as a subject of occupational safety and health

Typical challenges in company practice

Abstract:


In Germany, as in many other European countries, employers are legally obliged to consider work-related psychosocial risks in company occupational health and safety (OSH) and, therefore, in workplace risk assessments. However, psychosocial risks are characterised by high complexity, dynamics and interdependencies.

The aim of this study was to expand the still scarce empirical knowledge on challenges that occur from that for company OSH-practice. The study is based on qualitative interviews that have been made with persons from 32 enterprises which were responsible for the implementation of psychosocial risk assessment in their company.

Referring to the experiences they reported within these interviews, four typical challenges can be distinguished:
1. the development of an appropriate procedure to conduct psychosocial risk assessments within the company,
2. the handling of the particular interests and perspectives of company stakeholders,
3. the effective involvement of the managers responsible for work design and work organisation,
4. the consideration of measures to prevent psychosocial risks which are realised in the company beyond the context of OSH.

On the one hand, it was analysed which problems and requirements on psychosocial risk assessment are described by these challenges. Furthermore, it was analysed which solutions are developed to meet these challenges and which difficulties may be experienced. As the results show, the consideration of work-related psychosocial risks induces fundamental changes of the organisation and the rationality of company OSH.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


ARBEIT - Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik
Homepage: https://www.degruyter.com/view/j/arbeit

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0119/0030


Informationsstand: 29.07.2019

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