Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Ausschreibung, die Nächste: Die Unterstützte Beschäftigung geht an den Start


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2009, 25. Jahrgang (Heft 2), Seite 8-9, Frankfurt am Main: Eigenverlag, ISSN: 1864-2993


Jahr:

2009



Abstract:


Zum SGB IX wurde am 1. Januar 2009 der § 38a Unterstützte Beschäftigung hinzugefügt. Die Zeiten der individuellen betrieblichen Qualifizierung werden nur noch zur Hälfte auf die Dauer des Berufsbildungsbereichs angerechnet.

Die Dauer der individuellen betrieblichen Qualifizierung wurde auf drei Jahre verlängert. Eine Ergänzung gab es auch innerhalb § 136 Absatz 1 SGB IX. Dieser wurde um die Sätze 5 und 6 ergänzt, welche besagen, dass zum gesetzlichen Leistungsangebot von Werkstätten im Berufsbildungsbereich ausgelagerte Werkstattplätze und im Arbeitsbereich dauerhaft ausgelagerte Werkstattplätze gehören.

Dennoch blieben wesentliche Kritikpunkte erhalten. In der Durchführungsanweisung der Bundesagentur für Arbeit zum § 38a SGB IX steht, dass, wenn Werkstattbedürftigkeit festgestellt wird, die Maßnahme auf das Eingangsverfahren angerechnet wird.

Das Gesetz lässt jedoch nur eine Anrechnung von 50 Prozent auf die Dauer des Berufsbildungsbereichs zu. Die pauschale Verkürzung des Eingangsverfahrens ist nach Auffassung der BAG: WfbM rechtswidrig.

Die Zielgruppe des neuen Gesetzes sind lernbehinderte Menschen in Grenzbereich zur geistigen Behinderung, geistig behinderte Menschen im Grenzbereich zur Lernbehinderung und behinderte Menschen mit nachhaltigen psychischen Störungen/ Verhaltensauffälligkeiten. Überschneidungen im Personenkreis, gibt es zu Personen in Werkstätten, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten. Insgesamt können 2.175 Personen an dieser Maßnahme für 24 Monate teilnehmen. Der Auftragnehmer erhält 70 Prozent des Kontingents an Teilnehmermonaten von den Agenturen.

In Baden-Württemberg gibt es Kooperationen zwischen Werkstätten und Integrationsfachdiensten im Rahmen des Bieterverfahrens. Auch in anderen Teilen Deutschlands gibt es Zusammenarbeiten zwischen Bietergemeinschaften, Berufbildungswerken, anderen Werkstätten und freien Bildungsträgern.

Das Ausschreibungsverfahren enthält viele bürokratische Hürden, die den Anbietern die Abgabe eines fundierten und umfangreichen Angebots erschweren.

Für manche Werkstätten ist eine Teilnahme an dem Wettbewerb nicht möglich. Ein Fragenkatalog prüft, ob überhaupt die Unterstützende Beschäftigung in der Werkstatt durchführbar ist. Ein Nachprüfverfahren vor dem Bundeskartellamt ist geplant, da Mitgliedseinrichtungen Schnittmengen der Dienstleistungen sehen und die Personenkreise vergleichbar seien.

Bei einem Nachprüfverfahren werden die Aspekte berücksichtigt, die bis zum Ende der Ausschreibungsfrist gerügt wurden. Das Vergabeverfahren wird angehalten und der Zugschlagstermin wird verschoben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 55 SGB IX Unterstützte Beschäftigung | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/7149


Informationsstand: 08.06.2009

in Literatur blättern