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Bibliographische Angaben zur Publikation

Selbstbestimmt Leben und Arbeiten

Das Modellprojekt Leben im Ort



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2008, 24. Jahrgang (Heft 4), Seite 32-36, Frankfurt am Main: Eigenverlag, ISSN: 1864-2993


Jahr:

2008



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Abstract:


Das Modellprojekt Vom Ort zum Leben zum Leben vor Ort wurde vom Evangelischen Fachverband der Behindertenhilfe in Württemberg initiiert und von 2005 bis September 2008 in 23 örtlichen Vorhaben umgesetzt. Hauptziele des Projekts sind die Verbesserung der Selbstbestimmungsmöglichkeiten und die Ermöglichung von Teilhabe am Leben in der Gemeinde. Die örtlichen Aktivitäten lassen sich den Projektbereichen Assistenzagenturen, Eigenständige Wohnformen, Wohntraining und Arbeiten vor Ort zuordnen.

Der Projektbereich Arbeiten vor Ort verfolgt das Ziel der beruflichen Rehabilitation. Er will die Selbstbestimmung und Teilhabe von Frauen und Männern mit Behinderung am Arbeitsleben ermöglichen. Für die berufliche Bildung und die Beschäftigung außerhalb der Werkstatt sollen Kooperationen mit dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen werden.

Die wissenschaftliche Begleitforschung der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg leistet eine aktivierende Prozessbegleitung und Beratung, qualitative und quantitative Erhebungen und eine Qualifizierung der Projektbeteiligten. Seit Beginn des Projekts haben bereits mehrere Fachtagungen für Menschen mit Behinderung stattgefunden. Im April 2008 kamen zum Beispiel 31 Beschäftigte und acht Mitarbeiter der Werkstätten auf einer Fachtagung zusammen, die einerseits der Fortbildung und dem fachlichen Austausch, andererseits der Erhebung bestimmter Fragestellungen diente.

Der fachliche Teil wurde dabei von zwei Arbeitgebern aus dem Dienstleistungs- und dem gewerblichen Bereich übernommen. Die Erfahrungen des Fachtags hätten gezeigt, dass die Motivation für einen Außenarbeitsplatz sehr unterschiedlich seien. Der Hauptunterschied zwischen den Werkstätten bestehe darin, dass einige überwiegend Außenarbeitsgruppen anbieten und andere eher Einzelaußenarbeitsplätze akquirieren.

Am Projekt Arbeit vor Ort sind derzeit 114 Männer und Frauen beteiligt. Es zeigte sich, dass das Interesse an Außenarbeitsplätzen gestiegen ist und sich auch mehr Möglichkeiten für Außenarbeitsplätze ergeben. Bisher hätten Menschen mit schweren Behinderungen nicht an dem Projektbereich teilgenommen. Im Bereich Arbeiten vor Ort wären längere Vorlaufszeiten notwendig, wie die Entwicklung der Teilnehmerzahlen verdeutlichen. Insgesamt seien bislang vier Männer in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vermittelt worden.

Da das Projekt mit übergangshemmenden Faktoren bei der Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt konfrontiert sei, müssen Lösungen gefunden werden, übergangshemmende Faktoren beseitigt und Themen diskutiert werden, die bisher im Projektverlauf weniger zum Tragen kamen. In allen vier Projektbereichen hat sich die Einbeziehung der am Projekt beteiligten Menschen mit Behinderungserfahrung bewährt.
Kritisch müsse jedoch gemeldet werden, dass die Projektideen bereits an anderer Stelle umgesetzt und diskutiert werden, aber erst jetzt in Württemberg neu erprobt werden.

Bei den beteiligten Werkstätten werde deutlich, dass ein Modellprojekt und die damit verbundene Einrichtung einer Fachkraftstelle Organisationsentwicklungen in der jeweiligen Werkstatt anstößt. Der Organisationsentwicklungsprozess verdeutliche, dass eine Personalentwicklung für beide Seiten erfolgen muss. In diese Gespräche sind alle Beteiligten miteinzubeziehen. Aus Sicht der wissenschaftlichen Begleitung wäre die Erarbeitung und Einführung eines Leistungstyps Arbeit vor Ort zu diskutieren. Erste Ergebnisse werden auf Fachtagen präsentiert und diskutiert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/6833


Informationsstand: 29.10.2008

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