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Bibliographische Angaben zur Publikation

Pasta Digital - Inklusive und interaktive Erlebnisküche


Autor/in:

Hrgovic, Kornelia


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2019, 35. Jahrgang (Heft 3), Seite 20-22, Frankfurt am Main: Eigenverlag, ISSN: 1864-2993


Jahr:

2019



Abstract:


Frisch und auf individuellen Kundenwunsch zusammengestellte Bio-Nudelgerichte: Das verspricht das Projekt 'Nudel Emma'. Doch wie kann ein Nudelbistro funktionieren, wenn großer Andrang herrscht und Menschen mit Behinderungen hinter der Theke stehen und die Gerichte zubereiten?

Mit dieser Frage hat sich die SozialKulturelle IntegrationsDienste gGmbH (SKID) zusammen mit Freigeist-Lab beschäftigt. Ihre Antwort: Ein digitales Assistenzsystem, das Menschen mit geistigen Behinderungen durch Lichtprojektionen bei der Zubereitung von Mahlzeiten unterstützt. Dafür erhielten sie verschiedene Preise wie den 'exzellent:arbeit' 2019 oder einen der fünf Gründerpreise auf der 'Internorga' - der Leitmesse für Gastronomie - 2018.

Am 15. September 2018 feierte 'Nudel Emma' in der Überlinger Innenstadt Eröffnung. Den Namen bekam das Lokal an Anlehnung an die bekannten 'Tante-Emma-Läden', denn mit dem Bistro wird dasselbe Konzept verfolgt: Kundinnen und Kunden interagieren auf persönlicher Ebene mit den Verkäuferinnen und Verkäufern und haben zwischendurch vielleicht auch noch Zeit für ein Gespräch. So bietet das Pasta Lokal Möglichkeiten zur Interaktion der Beschäftigten mit den Gästen und lässt Teilhabe am Arbeitsleben im Sozialraum erlebbar werden. Für die Beschäftigten gibt es verschieden Tätigkeitsfelder.

Wie funktioniert aber nun dieses digitale Assistenzsystem? Aus zehn verschiedenen Nudelsorten können die Gäste wählen. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter gibt also die Bestellung und der Projektor über dem Zutatentisch beginnt die Zutatenbehälter für das jeweilige Gericht nacheinander grün anzuleuchten. Erst wenn die richtige Zutat ausgewählt wurde, wird der nächste Behälter angeleuchtet. So wird Rücksicht auf individuelle Reaktionszeiten genommen. Außerdem projiziert der Projektor dauerhaft die Namen der Zutaten auf die Behälter.

Kleine Sensoren an den Portionierern melden dem System, in welchem Zutatenbehälter die Person hinter der Theke gerade arbeitet. Handelt es sich um die falsche Zutat, leuchtet der Projektor den Behälter rot an. Die Bestellungen können von den Beschäftigten selbstständig nach dem Baukastenprinzip zubereitet werden. Dieses digitale Assistenzsystem bietet Transferpotenzial für andere Bereiche. Hierfür wird momentan weiter geforscht und entwickelt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/0251


Informationsstand: 21.08.2019

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