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Bibliographische Angaben zur Publikation

Förderung von Integrationsprojekten durch das Integrationsamt


Autor/in:

Czermak, Alfred


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2005, 21. Jahrgang (Heft 3), Seite 10-11, Frankfurt am Main: Eigenverlag


Jahr:

2005



Abstract:


Zu den Aufgaben des Integrationsamtes im Rahmen der begleitenden Hilfe im Arbeitsleben gehört nach § 102 Absatz 3 Ziffer 3 SGB IX die Förderung von Integrationsprojekten. Dies ist insofern von Bedeutung, weil die Verwendung der Mittel der Ausgleichsabgabe gemäß § 14 SchwbAV einer Priorisierung unterliegt.

Das kann zur Folge haben, dass bei unzureichenden Mittelvolumen die nachrangigen Aufgaben der Integrationsämter, nämlich die Förderung von Einrichtungen zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben und von Forschungs- und Modellvorhaben eingeschränkt oder eingestellt werden müssen, um die vorrangigen Förderungen sicherzustellen. Damit wird den vorrangigen Aufgaben der Integrationsämter, der Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, Rechnung getragen.

Der Artikel geht näher auf die finanzielle Förderung von Integrationsprojekten nach § 134 SGB IX ein, welche zum einen in der Form von einmaligen Leistungen für Investitionshilfen und Zuschüssen zu einer betriebswirtschaftlichen Beratung sowie andererseits durch laufende Leistungen zur Deckung des besonderen Aufwandes erfolgen.

Investitionshilfen können für die Investitionskosten zur Verfügung gestellt werden, die für den Aufbau, die Erweiterung, Modernisierung und Ausstattung notwendig sind. Im Rahmen der Konzipierung, Entwicklung und Planung von Integrationsprojekten hat die Beratung durch die Integrationsämter im Sinne des § 14 SGB I einen besonders hervorzuhebenden Stellenwert. Diese Beratung erstreckt sich nicht nur auf die finanziellen Leistungen des Integrationsamts, sondern auch auf darüber hinausreichende Fragestellungen wie Rechtsform, Entlohnung. Personenkreis, Kooperationsmöglichkeiten, Wissenstransfer, Einbindung Dritter, Konzeption und so weiter.

Integrationsprojekte können Zuschüsse zur Abgeltung des besonderen Aufwandes erhalten. Dabei handelt es sich um Kosten, die für branchen- und größengleiche Unternehmen atypisch sind. Diese Kosten entstehen infolge der rehabilitativen, integrativen und qualifizierenden Aufgaben, die weit über die Aufwendungen vergleichbarer Betriebe hinausgehen und einen gravierenden Wettbewerbsnachteil darstellen, würden sie nicht ausgeglichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 185 SGB IX Aufgaben des Integrationsamtes | REHADAT-Recht
§ 14 SchwbAV Verwendungszwecke | REHADAT-Recht
§ 217 SGB IX Inklusionsbetriebe: Finanzielle Leistungen | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

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Referenznummer:

R/ZS0117/0019


Informationsstand: 21.06.2005

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