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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erste Ergebnisse eines Projekts zur sekundären Prävention von Hautschäden im Friseurberuf


Autor/in:

Wulfhorst, Britta; Schöbel, Kathrin; Schwanitz, Hans Joachim


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Rehabilitation, 1996, 8. Jahrgang (Heft 1), Seite 22-28, München-Deisenhofen: Dustri, ISSN: 0937-552X


Jahr:

1996



Abstract:


Zur sekundären Prävention berufsbedingter Erkrankungen wird exemplarisch an der Universität Osnabrück ein Modellprojekt mit dem Ziel durchgeführt, hauterkrankten Friseuren einen Verbleib im Beruf zu ermöglichen.

Dem Projekt liegt ein verhaltens- und verhältnispräventiver Ansatz zugrunde, der durch verschiedene Teilmaßnahmen in Kooperation von Ärzten und Pädagogen umgesetzt wird. Projektbestandteile sind die dermatologische Betreuung, die Evaluation und Beeinflussung verhaltensbestimmender Einstellungen, die Durchführung von fachpraktischen und fachtheoretischen Seminaren in Kleingruppen und Betriebsberatungen in den Salons der Teilnehmer.

Bis zum Zeitpunkt der zugrundeliegenden Zwischenauswertung waren 120 Personen in das Projekt aufgenommen. Von 55 Personen, die alle Projektmaßnahmen durchlaufen hatten, waren am Ende 38 (rund 70 Prozent) erscheinungsfrei. Erste Auswertungen der pädagogischen Teilmaßnahmen zeigen, dass überwiegend eine hohe Motivation vorhanden ist, im Beruf zu verbleiben, die jedoch zum Teil mit überhöhten Erfolgserwartungen durch eine 'schnelle Hilfe von außen' sowie einer zunächst mangelnden Bereitschaft zu Verhaltensänderungen bezüglich notwendiger Hautschutzmaßnahmen kontrastiert. Auch betriebliche Gegebenheiten beziehungsweise durch eine berufliche Sozialisation geprägte Einstellungen, die charakteristisch für strukturelle Besonderheiten von handwerklichen Klein- und Kleinstbetrieben sind, scheinen den Erfolg der Projektteilnahme für den Einzelnen erheblich zu beeinflussen und lassen einen enormen Handlungsbedarf für gesundheitspädagogische Maßnahmen erkennen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Prevention of work related skin diseases in hairdressers: first result


Abstract:


At the University of Osnabrueck we concepted an exemplary programme with the object to enable hairdressers with work-related skin diseases to continue their professional work. This model includes modules refering to both behavioral and structural aspects of prevention. The measures dermatological care, evaluation and influence of behavior-determining attitudes, theoretical and practical seminars in small groups and buisiness consultations are realized in cooperation between paedagogues and physicians.

At the time of this interim-evaluation 120 hairdressers were integrated in the programme. 55 persons finished all modules of the programme and 38 (about 70%) of those were finally free of any skin damages. First evaluations of the paedagogical interventions showed a high motivation of the subjects to continue with their profession. On the other hand this high motivation contrasts with the expectation of a 'quick rescue from outside' and a very restrictive willingness to behavioral changes i.e. changes in skin-protective-behavior.

Another point which can influence the success or failure in enabling a person to stay on his or her job are structural determined problems in small enterprises and occupational (traditional) affected engagements. These results underline the necessity of further paedagogical workside health promotion in small and smallest enterprises.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Menschen mit Hauterkrankung am Arbeitsplatz | REHADAT-Gute Praxis




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Rehabilitation
Homepage: https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0116/1528


Informationsstand: 11.09.1996

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