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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zusätzliche Unfallrente von der Berufsgenossenschaft

Bei früherem Arbeitsunfall oder Berufskrankheit in den neuen Ländern



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA)


Quelle:

Sozialpolitische Umschau, 1993, Nummer 941, Bonn: Eigenverlag


Jahr:

1993



Abstract:


Wer 1991 oder früher einen Arbeitsunfall beziehungsweise eine Berufskrankheit in der DDR beziehungsweise den neuen Ländern erlitten hat und dafür bisher keine Unfallrente erhält, sollte einen Antrag beim zuständigen Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung (zum Beispiel der Berufsgenossenschaft) stellen. Geschieht das bis zum 31. Dezember 1993, kann eine Unfallrente rückwirkend ab Anfang 1992 gewährt werden. Bei späteren Anträgen wird die Rente erst ab Antragstellung gezahlt. Darauf haben kürzlich die gewerblichen Berufsgenossenschaften hingewiesen.

Nach DDR-Recht wurde, wenn ein Anspruch auf mehrere gleichartige Renten aus der Sozialversicherung der DDR bestand, nur die jeweils höchste Rente gezahlt. Seit Anfang 1992 gilt auch in den neuen Ländern das westdeutsche Recht der Gesetzlichen Unfallversicherung. Hiernach werden nebeneinander und ungekürzt alle Renten der Gesetzlichen Unfallversicherung gezahlt, auf die Ansprüche erworben wurden. Als Berechtigte für die zusätzlichen Renten kommen Arbeitsunfallverletzte und Berufserkrankte sowie deren Hinterbliebene in Frage, soweit der Tod auf den Arbeitsunfall oder die Berufskrankheit zurückzuführen ist.
Wenn in diesen Fällen eine Unfallrente nicht gezahlt wurde, lohnt sich ein Antrag an die Berufsgenossenschaft. Dies gilt auch, wenn die Betroffenen mittlerweile in den alten Ländern leben.

Welche Stelle zuständig ist, richtet sich nach den Anfangsbuchstaben des Familiennamens und dem Geburtsdatum der Antragsteller. Mit diesen Angaben kann jede Berufsgenossenschaft feststellen, an wen der Antrag zu richten ist. Anträge können auch bei Verwaltungen eingerichtet werden, die für die weitere Bearbeitung nicht zuständig sind.

Fristwahrend sind jedenfalls alle Anträge, die bis zum 31. Dezember 1993 bei einer Berufsgenossenschaft, jedem anderen Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung, einem Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung (AOK, BEK, DAK, LKK etc.), bei Kommunalverwaltungen oder Arbeitsämtern eingegangen sind.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialpolitische Umschau
Presse- und Informationsdienst der Bundesregierung
Erschienen von Dezember 1953 bis März 2001

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0107/813


Informationsstand: 09.12.1994

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