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Bibliographische Angaben zur Publikation

Anonyme Bewerbung soll Chancengleichheit bei Jobsuche erhöhen

Antidiskriminierungsstelle des Bundes startet erstes Pilotprojekt



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 2011, 21. Jahrgang (Heft 3), Seite 155-157, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

2011



Abstract:


Erstmals in Deutschland werden in einem breit angelegten Pilotversuch anonymisierte Bewerbungsverfahren umfassend getestet. Auf Initiative der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) probieren die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, das Kosmetikunternehmen L'Oréal, der Geschenkdienstleister Mydays, der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, das Bundesfamilienministerium und die Bundesagentur für Arbeit in Nordrhein-Westfalen und die Stadtverwaltung von Celle ein Jahr lang anonymisierte Bewerbungsverfahren aus.

Dabei wird in der ersten Phase der Bewerbungsverfahren auf Fotos und persönliche Angaben wie Alter, Name, Geschlecht, Herkunft und Familienstand verzichtet. Insgesamt handelt es sich um rund 225 Arbeits- und Ausbildungs- und Studienplätze mit Tausenden Bewerbungen.

Ziel dieses Projektes ist es, die Umsetzbarkeit von anonymisierten Bewerbungsverfahren zu prüfen, neue Impulse für die Bewerbungskultur in Deutschland anzuregen und vor allem gegen die bewusste oder unbewusste Benachteiligung bestimmter Personengruppen vorzugehen.

Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes haben das Institut zur Zukunft der Arbeit und die Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt der Europa-Universität Viadrina übernommen. Eine sowohl qualitative sowie quantitative Auswertung soll dabei Aufschluss geben welche Erfahrungen Personaler mit dem Verfahren machen und wie die Reaktion der Bewerber ausfällt.

Das anonymisierte Bewerbungsverfahren rückt die Qualifikation des Bewerbers in den Vordergrund, sodass dem Personaler erst nach der ersten Bewerbungsphase persönliche Daten ausgehändigt werden, die er zur Vorbereitung auf das persönliche Gespräch benötigt. So wird eine Chancengleichheit ermöglicht, auch wenn die Zahl der Einladungen zu Bewerbungsgesprächen dieselbe bleibt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Pilotprojekt Anonymisierte Bewerbungsverfahren




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/8774


Informationsstand: 18.05.2011

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