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Bibliographische Angaben zur Publikation

Beschäftigung und Chancengleichheit in Europa

Europäische Kommission startet Kampagne Soziales Europa



Autor/in:

Horn, Jan


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 2009, 19. Jahrgang (Heft 7), Seite 416-419, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

2009



Abstract:


Jan Horn stellt die sechs Bereiche vor, in denen die Europäische Union Maßnahmen zum Wohl der Menschen ergreifen will. Unter der Frage Wissen Sie, was das soziale Europa für Sie tun kann? wurde die Kampagne von der Europäischen Kommission gestartet.

Im ersten Bereich geht es um die Bekämpfung der Diskriminierung, denn in der Europäischen Union hat jeder das Recht auf Gleichbehandlung und ein Leben ohne Diskriminierung. Allerdings ist das Verbot einer Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse oder einer Behinderung erst ein erster Schritt. Um echte Gleichstellung zu erreichen, müssen sich die Einstellungen und Praktiken in der Arbeitswelt, im Bildungsbereich sowie in vielen anderen Lebensbereichen ändern.

Der zweite Bereich thematisiert die Einführung der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC), die den Bürgern seit ihrer Einführung 2004 den Zugang zu medizinischen Versorgungsleistungen in den 27 EU-Mitgliedsländern sowie Island, Lichtenstein, Norwegen und der Schweiz erleichtert. Allerdings deckt sie keine Behandlungskosten im Ausland, wenn die Reise durchgeführt wird, um sich im Ausland medizinisch behandeln zu lassen. Die Gleichstellung von Mann und Frau wird in einem weiteren Punkt angestrebt. Obwohl Frauen höhere Abschlüsse als Männer haben, sind sie in verantwortlichen Positionen unterrepräsentiert.

Auch die Beschäftigungsquote von Frauen ist noch immer niedriger. Gleichzeitig verdienen Frauen im Durchschnitt 15 Prozent weniger als Männer. Die Europäische Union hat nun dafür gesorgt, dass sich die Situation verbessert. Sie garantiert und schätzt das Recht auf Gleichbehandlung und unterstützt Aktivitäten zur Förderung der Gleichbehandlung. Außerdem fördert die Europäische Union beispielsweise die Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen, angemessenen Elternurlaub und neue Arbeitsformen. In einem weiteren Bereich geht es um die Beschäftigungsförderung.

Der Europäische Sozialfonds (ESF) ist das wichtigste Finanzierungsinstrument der Europäischen Union für Investitionen in die menschliche Arbeitskraft. Er dient in erster Linie dazu, Beschäftigung zu fördern und Menschen zu helfen, ihre Bildung und ihre Fähigkeiten zu verbessern. Des Weiteren hilft die Europäische Union dabei, nationale Strategien für mehr Beschäftigung besser zu koordinieren. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen wird ebenfalls angestrebt. Gemeinsam mit den Mitgliedsstaate n, Gewerkschaften und Unternehmen arbeitet die EU daran, Arbeitsplätze sicherer und gesünder zu gestalten.

Der sechste Bereich gewährleistet die Mobilität der Arbeitnehmer. So haben die Bürger der Europäischen Union seit 1957 das Recht, in einem anderen Mitgliedsstaat zu arbeiten. Privatpersonen ermöglicht dies eine neue Sprache zu lernen und neue Fähigkeiten zu entwickeln. Mobilität ist auch zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung von großer Bedeutung. Allerdings nehmen nur etwa zwei Prozent der Europäer dieses Recht in Anspruch. Die Europäische Union bemüht sich aus diesem Grund, die Mobilität zu unterstützen und bürokratische Hindernisse abzubauen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/7225


Informationsstand: 03.09.2009

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