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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gemeinwesenarbeit stärkt Teilhabe

Ein Konzept und erste Schritte in Deutschland



Autor/in:

Niehoff, Ulrich


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Fachdienst der Lebenshilfe, 2004, Nummer 2, Seite 1-11, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 0944-825X


Jahr:

2004



Abstract:


Bisher spielt das Leben behinderter Menschen sich häufig am Rande des 'normalen' gesellschaftlichen Lebens nicht-behinderter Menschen ab. Sie bewegen sich in einem besonderen, separierten Umfeld, das selten teilhat an den gesellschaftlichen Regelstrukturen: sie besuchen Sonderkindergärten, Sonderschulen und Werkstätten für behinderte Menschen. Für nicht-behinderte Menschen besteht kaum die Notwendigkeit, sich mit den Belangen behinderter Menschen auseinander zu setzen oder die Chance, ihnen im eigenen Alltag zu begegnen.

Auf diese Weise ergeben sich nicht nur die oben genannten Unterschiede in den Netzstrukturen der Menschen, sondern auch im Hinblick auf ihre privaten Beziehungen und auf ihre Kontakte in der Gemeinde wie zum Beispiel in Vereinen, in der Kirchengemeinde oder im Umgang mit öffentlichen Behörden. Ziel des Artikels ist es, die Ausgrenzung behinderter Menschen aus den gesellschaftlichen Regelstrukturen aufzuzeigen und Möglichkeiten zu ihrem Verbleib in ihnen aufzuzeigen.

Zu diesem Zweck werden die Begriffe 'Inclusion' und 'Gemeinwesenarbeit' erläutert. Anschließend wird die Behindertenhilfe in den Zusammenhang der Gemeinwesenarbeit gestellt und es wird festgehalten, dass trotz ermutigender Einzelbemühungen bislang noch nicht von einer systematischen Gemeinwesenarbeit die Rede sein kann. Gründe für die Gemeinwesenarbeit werden angeführt, mit der ein Perspektivenwechsel vom unmündigen, pflegebedürftigen behinderten Menschen zum autonomen, sozialräumlich eingebundenen behinderten Menschen verbunden ist.

Entwicklungsmöglichkeiten werden aufgezeigt und wichtige Vernetzungsaufgaben werden vorgestellt. Ausführlich wird die Rolle der professionellen Betreuer und Begleiter behandelt, deren Aufgaben und Anforderungen sich im Zuge der neuen Ziele und Strukturen verändern. Ein neu entwickeltes Aus- und Fortbildungskonzept wird vorgestellt. Bereits bestehende Projekte, Erfahrungen und Ansätze werden aufgezählt und zum Schluss wird darauf hingewiesen, dass es darauf ankommt, sich über die Kernfragen klar zu werden. Wie kann man behinderte Menschen in bestehende Strukturen integrieren? Welche Veränderungen sind dafür nötig? Der Autor ermutigt dazu,auf diesem Gebiet Visionen zu entwickeln und anzustreben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Das Erscheinen des Fachdienstes wurde mit der Nummer 4/2008 eingestellt.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0089/0000


Informationsstand: 24.06.2004

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