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Bibliographische Angaben zur Publikation

Ausgleich von Minderleistungen

Was ist eine Minderleistung und wie kann ihr entgegengewirkt werden?



Autor/in:

Bährle, Ralph Jürgen


Herausgeber/in:

Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V. (DVE)


Quelle:

Ergotherapie und Rehabilitation, 2009, 48. Jahrgang (Heft 8), Seite 23-24, Idstein: Schulz-Kirchner, ISSN: 0942-8623


Jahr:

2009



Abstract:


Der Autor erklärt, was man juristisch gesehen unter einer Minderleistung versteht und wie man dieser entgegenwirken kann. Eine Minderleistung ist dann gegeben, wenn eine Leistung, die im Arbeitsvertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbart ist, nicht oder nur in geringem Umfang erbracht werden kann. Zahlt der Arbeitgeber die Vergütung nicht in voller Höhe aus, arbeitet der Arbeitnehmer nicht die vorgesehene Arbeitszeit oder erbringt der Arbeitnehmer die ergotherapeutischen Leistungen nicht in der vom Arbeitgeber gewünschten Qualität, kann es sich um eine Minderleistung handeln.

Wann eine Minderleistung vorliegt, richtet sich immer nach dem Arbeitsvertrag. Um Minderleistungen auf beiden Seiten des Arbeitsverhältnisses zu vermeiden sollte der Arbeitgeber dafür sorgen, dass der Arbeitnehmer in der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit beschäftigt werden kann, die Räumlichkeiten und Arbeitsmittel zur Verfügung stellen sowie die vereinbarte Vergütung zum vereinbarten Zeitpunkt in voller Höhe zahlen. Der Arbeitnehmer hingegen ist dafür verantwortlich, seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen und eine Arbeitsleistung, die nach Art, Umfang und Qualität im Sinne des Arbeitgebers ist, zu erbringen. Zudem sollte er sich an Arbeits- und Pausenzeiten und Abrechnungsmodalitäten halten.

Minderleistungen im Arbeitsvertrag mit einzuplanen ist schwierig da sie nur begrenzt vorhersehbar sind. Qualitativen Minderleistungen kann der Arbeitgeber mit konkreten Weisungen entgegenwirken, quantitativen Minderleistungen kann der Arbeitgeber damit vorbeugen, dass er sich vorbehält seinem Arbeitnehmer auch andere seinen Fähigkeiten entsprechende Arbeiten zuzuweisen, ein Arbeitszeitkonto einrichtet oder ein flexibles Arbeitszeitmodell einführt. Gegen zu langsames Arbeiten oder zu spät zur Arbeit kommen kann der Arbeitgeber nur mit einer Ermahnung oder Kündigung reagieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Ergotherapie und Rehabilitation
Homepage: https://www.skvdirect.de/ergotherapie-und-rehabilitation/
***Zu beziehen über Bibliotheken oder den Buch- und Zeitschriftenhandel***



Referenznummer:

R/ZS0082/7268


Informationsstand: 28.10.2009

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