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Bibliographische Angaben zur Publikation

Eine ganze Region macht mit: Kampagne der Lebenshilfe Bamberg kommt an und schafft Arbeitsplätze außerhalb der Werkstatt


Autor/in:

Basener, Dieter


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Lebenshilfe-Zeitung (LHZ), 2009, 30. Jahrgang (Nummer 1), Seite 20, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 2190-2194


Jahr:

2009



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Abstract:


Dieter Basener stellt die Kampagne der Lebenshilfe Bamberg vor, die Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermitteln, der für sie ansonsten unerreichbar bliebe.

Integra Mensch der Lebenshilfe Bamberg ist es mit ihrer Kampagne Bamberg bewegt gelungen, innerhalb von vier Jahren 50 Vermittlungen in Betriebe zu erreichen. Eine der ersten Personen, die vermittelt werden konnten ist Simone Böhnlein, die in einem Seniorenheim als Hilfspflegerin arbeitet.

Es mache sie zufrieden, wenn sie für die alten Menschen da sein kann. Die notwendige Begleitung am Arbeitsplatz wird durch Patenschaften gewährleistet. Simone Böhnleins Patin ist die Pflegedienstleiterin Ingrid Schimmel. Sie steht ihr bei Fragen und Schwierigkeiten zur Seite. Außerdem wird Simone Böhnlein durch eine Integrationshelferin unterstützt.

Integra Mensch sucht den direkten Kontakt und geht auf mögliche Arbeitgeber zu. Unterstützer in Betrieben, Behörden und Kirchen sorgen außerdem für den Zugang zu attraktiven Arbeitsplätzen. In Bamberg machen unter anderem der Erzbischof, der Oberbürgermeister und der Landrat mit. Der Erzbischof informierte zum Beispiel die Pfarrer seines Bistums über die Kampagne. Einmal im Jahr findet ein Patenschaftsforum statt, bei dem sich alle Beteiligten treffen.

Ein Weiterer Unterstützer ist die lokale Tageszeitung 'Der Fränkische Tag'. Innerhalb von zwei Jahren sind dort sechs große Artikel über das Projekt erschienen. Der Erfolg von Integra Mensch erzeugt mittlerweile überregional Aufsehen. Kuno Eichner, einer der Initiatoren der Kampagne, und der Lebenshilfe-Geschäftsführer Günther Hoffmann wurden bereits zu mehreren bundesweiten Tagungen eingeladen, um über ihr Konzept zu berichten.

Außerdem fahren Werkstätten nach Bamberg und informieren sich über den Ansatz. Die Lebenshilfe Bamberg denkt mittlerweile darüber nach, ihr Konzept auch für andere Regionen verfügbar zu machen. Abschließend bemerkt der Autor, dass die Bamberger gezeigt haben, dass Sozialraumorientierung eine Lösung für das noch immer schwer zu lösende Vermittlungsproblem sein kann. Sie könne Türen einer Region öffnen und helfen, Integration zu verwirklichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Netzwerk Sozialraumorientierung | REHADAT-Angebote und Adressen
Bamberger Lebenshilfe-Werkstätten für Behinderte gGmbH | REHADAT-Angebote und Adressen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Die Lebenshilfe-Zeitung (LHZ)
Homepage: https://www.lebenshilfe.de/informieren/publikationen/lebensh...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0080/7057


Informationsstand: 03.04.2009

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